Liszt Festival
Orchesterwerke, Klavierabende, Kammermusik
Liszt Festival vom 16. bis 25. Oktober am Geburtsort von Franz Liszt
Vom 16. bis 25. Oktober 2026 steht das Liszt Zentrum Raiding im Zeichen des Liszt Festivals. Acht Konzerte bringen Orchesterwerke, Klavierabende, Kammermusik und besondere musikalisch-theatralische Formate in den Franz Liszt Konzertsaal.
Das Wiener KammerOrchester eröffnet das Festival mit Werken von Franz Liszt und Richard Wagner. Martin Ivanov spielt an einem Abend alle 19 Ungarischen Rhapsodien. Weitere Konzerte führen von Liszts Klavier- und Orchesterwerken über Paganinis Kammermusik bis zu Wagners „Ring“ in einer konzentrierten Fassung für Kammerensemble und Erzählerin.
Das vollständige Programm mit allen Tagen, Beginnzeiten, Werken und Besetzungen finden Sie im unteren Bereich dieser Seite. Die Konzerte des Liszt Festivals beginnen in der Programmübersicht mit dem Wiener KammerOrchester am 16. Oktober 2026.
Karten, Preise und aktuelle Verfügbarkeiten erhalten Sie direkt beim offiziellen Veranstalter.
Programmschwerpunkte des Liszt Festivals 2026
Das Festival beginnt am 16. Oktober mit dem Wiener KammerOrchester unter Martin Sieghart. Liszts „Festklänge“ und „Les Préludes“ treffen dabei auf Ouvertüren von Richard Wagner.
Am 17. Oktober widmet Martin Ivanov einen ganzen Klavierabend den 19 Ungarischen Rhapsodien. Lidia Baich und Donka Angatscheva gestalten am folgenden Vormittag ein Programm für Violine und Klavier.
Am Geburtstag Franz Liszts, dem 22. Oktober, spielt Kateryna Titova mit dem Wiener KammerOrchester Liszts zweites Klavierkonzert sowie weitere Werke mit engem Bezug zu Ungarn. Danach folgen Wagners „Ring“ in einer verdichteten Kammerfassung, zwei Konzerte am 24. Oktober und die abschließende Orchestermatinee mit Martin Haselböck am 25. Oktober.
Alle Werke, Besetzungen, Beginnzeiten und Konzertbeschreibungen finden Sie in der Programmübersicht im unteren Bereich dieser Seite.
Karten und Kartenpreise
Die Kartenbestellung erfolgt direkt über die offizielle Veranstalterseite. Dort finden Sie die verfügbaren Plätze, Kartenpreise und Ermäßigungen für die einzelnen Konzerte.
Studierende bis 27 Jahre sowie Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre erhalten nach den Bedingungen des Veranstalters eine Ermäßigung von 50 Prozent. Weitere Ermäßigungen gibt es unter anderem für Mitglieder des Ö1 Clubs und für Gäste mit Burgenland Card. Ermäßigte Karten müssen direkt über den Kartenservice des Veranstalters bestellt werden.
Termine und Verfügbarkeit beim Veranstalter prüfen
Konzertbesuch und Liszt Museum verbinden
Direkt gegenüber dem Konzertsaal befindet sich das Geburtshaus von Franz Liszt. Das heutige Liszt Museum beschäftigt sich mit seinem Leben, seinen Reisen und seinem musikalischen Schaffen.
Ein Konzertbesuch lässt sich dadurch gut mit einem Rundgang durch das Museum und einem Aufenthalt in Raiding verbinden. Das Liszt Zentrum liegt im Mittelburgenland und ist von Wien, Eisenstadt und Graz mit dem Auto sowie mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem burgenländischen Anruf-Sammeltaxi BAST erreichbar.
Künstlerinnen und Künstler
Beim Liszt Festival 2026 sind unter anderem das Wiener KammerOrchester, Martin Ivanov, Lidia Baich, Donka Angatscheva, Kateryna Titova, das ensemble minui, Christina Scherrer, das Paganini Ensemble Wien, Sofya Gulyak sowie das Orchester Wiener Akademie zu Gast.
Die künstlerische Leitung des Liszt Festivals liegt bei Eduard und Johannes Kutrowatz.
Familienkonzert: Der Karneval der Tiere
Am Samstag, dem 12. Dezember 2026, verwandelt sich der Franz Liszt Konzertsaal in eine musikalische Tierwelt. Auf dem Programm stehen Camille Saint-Saëns’ „Der Karneval der Tiere“ und Alan Ridouts „Ferdinand der Stier“.
Andreas Vitásek begleitet das Konzert als Sprecher. Ania und Sophie Druml sind am Klavier zu hören, Verena Stourzh spielt Violine und leitet das Instrumentalensemble. Saint-Saëns lässt Löwen, Schwäne, Schildkröten und andere Tiere musikalisch auftreten, während Loriots Texte dem Konzert zusätzlichen Humor geben.
Das Familienkonzert beginnt um 16 Uhr.
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Lisztzentrum Raiding
BESETZUNG
Wiener KammerOrchester
Martin Sieghart, Leitung
PROGRAMM
Franz Liszt: Festklänge, Sinfonische Dichtung Nr. 7, S.101
Richard Wagner: Ouverture zur Oper „Rienzi, der letzte der Tribunen“, WWV 49
Richard Wagner: Ouverture zur Oper „Der fliegende Holländer“, WWV 63
Franz Liszt: Les Préludes, Sinfonische Dichtung Nr. 3, S.97
ÜBER DAS KONZERT
Das Liszt Festival Raiding eröffnet seine neue Saison mit einem Programm, das die Verbindung zwischen Raiding, dem Geburtsort Franz Liszts, und Bayreuth, dem Sterbeort Liszts und zentralen Wirkungsort Richard Wagners, eindrucksvoll unterstreicht. Das Wiener KammerOrchester, das längst zu einem wichtigen künstlerischen Partner des Festivals geworden ist, setzt Liszts klang-prächtige „Festklänge“ und seine berühmte sinfonische Dichtung „Les Préludes“ in spannungsvollen Dialog zu Wagners imposanten Opern-Ouvertüren. Ein Eröffnungskonzert, das historische Tiefe, orchestrale Brillanz und unmittelbare Faszination vereint und die besondere Mission des Liszt Festivals, am Geburtsort eines der bedeutendsten Musiker Europas, zum Ausdruck bringt. Mit Martin Sieghart steht erstmals einer der erfahrensten und vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten Österreichs am Dirigentenpult.
Lisztzentrum Raiding
LISZT PUR
Alle 19: Die große Rhapsodien-Nacht
BESETZUNG
Martin Ivanov, Klavier
PROGRAMM
Franz Liszt:Ungarische Rhapsodien S. 244/1-19
ÜBER DAS KONZERT
Ein einzigartiges Ereignis – Martin Ivanov spielt an einem Abend sämtliche 19 Rhapsodien von Franz Liszt – ein Zyklus, der so nur beim Liszt Festival Raiding zu erleben ist. Dass Franz Liszt „kein stiller Klavierspieler für ruhige Staatsbürger und gemütliche Schlafmützen“ ist, schrieb schon sein Zeitgenosse Heinrich Heine. Gerade die „Ungarischen Rhapsodien“ zählen zu den markantesten und virtuosesten Werken seines Klavierrepertoires und keine andere Komposition als DIE „Ungarischen Rhapsodie Nr. 2“, sein populärstes Klavierstück neben dem „Liebestraum“ – hat das Liszt-Bild stärker geprägt als diese. Die Rhapsodien vereinen kraftvolle Melodien, improvisatorisch wirkende Passagen und dynamische Kontraste. Jede entwickelt ihre eigene Dramaturgie – von leidenschaftlicher Intensität über poetische Reflexion bis hin zu spannungsgeladener Dramatik, langsam beginnend („Lassan“) und sich steigernd bis zum virtuosen, schnellen Teil („Friska“). Hier muss der Pianist zeigen, was er kann – von Doppeloktaven im dreifachen Forte bis hin zu Kadenzen im halsbrecherischen Presto. Der Pianist Martin Ivanov, geboren in Bulgarien, kann das – und überzeugt durch atemberaubende Virtuosität, gepaart mit musikalischer Tiefe und einem außergewöhnlichen Ausdrucksspektrum. Alle 19 Rhapsodien: „ein Klaviermarathon, der höchste pianistische Fertigkeit, künstlerische Intensität und programmatische Einzigartigkeit in fast übermenschlichem Maße vereint.“
Lisztzentrum Raiding
GRAND DUO
BESETZUNG
Lidia Baich, Violine
Donka Angatscheva, Klavier
PROGRAMM
Franz Schubert: Sonate in A-Dur für Violine und Klavier, D 574 „Grand Duo“
Edvard Grieg: Sonate Nr. 3 in c-Moll für Violine und Klavier, op. 45
Frédéric Chopin: Nocturne in c-Moll, op. posth. Bearbeitung für Violine und Klavier
Franz Liszt: Consolation Nr. 3 in Des-Dur Bearbeitung für Violine und Klavier
Grand Duo concertant sur „Le Marin” de Donizetti für Violine und Klavier
ÜBER DAS KONZERT
Zwei außergewöhnliche Künstlerinnen gestalten diese Matinee: Lidia Baich und Donka Angatscheva präsentieren ein Programm, das den Dialog von Violine und Klavier, die Vielfalt und Tiefe des Zusammenspiels der beiden Instrumente, erlebbar macht. Im Mittelpunkt steht Franz Liszts selten zu hörendes „Grand Duo“, ein Werk, das beide Instrumente in einen intensiven musikalischen Austausch führt und höchsten virtuosen Ansprüchen gerecht wird. Grieg, Schubert und Chopin bilden dazu eigenständige, gewichtige Positionen. Liszt war mit ihren Kompositionen eng vertraut, förderte sie, interpretierte sie und setzte sich intensiv mit ihrem musikalischen Denken auseinander. Ein Programm, das die künstlerischen Beziehungen dieser Komponisten hörbar macht und zugleich ihre unterschiedlichen Ausdruckswelten gegenüberstellt. Lidia Baich und Donka Angatscheva zeichnen sich durch ihr sensibles Zusammenspiel und ihre intensive musikalische Gestaltungskraft aus – ein fein austariertes Gespräch zweier herausragender Musikerinnen.
Lisztzentrum Raiding
BESETZUNG
Wiener KammerOrchester
Kateryna Titova, Klavier
Martin Sieghart, Leitung
PROGRAMM
Franz Liszt: Rákóczi-Marsch, S.117
Klavierkonzert Nr. 2 A-dur, S.125
Ungarische Rhapsodie Nr. 4, S. 359/4
Ungarische Rhapsodie Nr. 6 „Pester Carneval“, S. 359/6
ÜBER DAS KONZERT
Am 22. Oktober, dem Geburtstag Franz Liszts, widmet das Liszt Festival Raiding dem Komponisten einen Abend mit ausschließlich Werken des großen Europäers. Der Bezug zu Ungarn – 2026, das Gedenkjahr zu 70 Jahre Ungarnaufstand 1956 – zieht sich als roter Faden durch das Programm. Zu hören sind der berühmte Rákóczi-Marsch, lange Zeit als inoffizielle Hymne Ungarns verehrt, sowie die Ungarischen Rhapsodien Nr. 4 und Nr. 6, voller Temperament, Virtuosität und ungarischer Klangfarben. Im Mittelpunkt steht Liszts Klavierkonzert Nr. 2, ein Schlüsselwerk der Romantik. Seine neue einsätzige Form, der lyrische Charakter und die kammermusikalischen Elemente im Zusammenspiel von Klavier und Orchester verleihen dem Werk besondere Geschlossenheit und Ausdruckskraft. Solistin ist die vielfach preisgekrönte Pianistin Kateryna Titova, die bereits in der vergangenen Saison mit Liszts erstem Klavierkonzert begeisterte. Das Wiener KammerOrchester unter Martin Sieghart ist erneut als bewährter Dialogpartner zu erleben.
Zu diesem Konzert findet ein Einführungsvortrag mit Christian Reichart um 17:45 statt.
Lisztzentrum Raiding
BESETZUNG
ensemble minui:
Anna Morgoulets, Violine
Polina Winkler, Violine
Nejc Mikolic, Viola
Wilhelm Pflegerl, Violoncello
Anna Gruchmann, Kontrabass
Stefan Potzmann, Klarinette
Sieglinde Größinger, Flöte
Clemens Böhm, Fagott
David Fliri, Horn
Christina Scherrer, Erzählerin
PROGRAMM
Wagners Ring an einem Abend
ÜBER DAS KONZERT
Das ensemble minui, das bereits mehrfach mit großem Erfolg beim Liszt Festival Raiding gastierte, kehrt mit einem außergewöhnlichen Projekt zurück: „Wagners Ring an einem Abend“ – eine pointierte, musikalisch anspruchsvolle und zugleich unterhaltsame Annäherung an jenes monumentale Werk, das in seiner Gesamtheit über 15 Stunden umfassen würde. In einer kunstvoll verdichteten Fassung verbinden die Musikerinnen und Musiker des Ensembles ihre charakteristische stilistische Präzision und farbenreiche Klanggestaltung mit der erzählerischen Präsenz der Schauspielerin Christina Scherrer, die durch das komplexe Geflecht von Mythen, Motiven und Figuren führt. Musikalische Leitmotive, zentrale Szenen und dramaturgische Höhepunkte werden so in konzentrierter Form erlebbar – ohne ihre Tiefe zu verlieren. Das Ergebnis ist ein Abend, der sowohl Kenner als auch neugierige Einsteiger gleichermaßen anspricht und auf eindrucksvolle Weise zeigt, wie lebendig, unmittelbar und zugänglich Wagners Musik in einem kammermusikalischen Rahmen wirken kann. Ein besonderes Festivalformat, das große Oper in konzentrierter Intensität erlebbar macht.
Lisztzentrum Raiding
BESETZUNG
Paganini Ensemble Wien
Gérard Caussé, Viola
Liliana Kehayova, Violoncello
Alexander Swete, Gitarre
Mario Hossen, Violine und Leitung
PROGRAMM
Niccolò Paganini: Quartetto No. 2 (op. 4), M.S. 29
Centone di Sonate No. 1
Ghiribizzi Nos. 22, und Variazioni di bravura sopra un tema originale „Capriccio 24“, M.S. N. 7 (arr. Paganini Ensemble)
Sonata Preghiera M.S.23 (arr. Paganini Ensemble)
Franz Liszt: „Liebesträume“ S.541, No. 3 (arr. für Violine, Viola, Gitarre und Violoncello)
Niccolò Paganini: Quartetto n. 9, M.S. 36
ÜBER DAS KONZERT
Das Paganini Ensemble Wien widmet sich unter der Leitung des international renommierten Geigers Mario Hossen – einem der führenden Paganini-Interpreten unserer Zeit – den originalen Kammermusikwerken des legendären „Teufelsgeigers“. Paganinis einzigartige Virtuosität, die später auch Liszt zu seinem brillanten Stil inspirierte, kommt in seiner Kammermusik sowohl in der Violine als auch in der Gitarre – die Paganini ebenfalls perfekt beherrschte – zum Ausdruck. Die Mitglieder des Ensembles sind allesamt international anerkannte Solisten und Kammermusiker, mit Alexander Swete steht einer der international gefragtesten Konzertgitarristen Österreichs im Zentrum des Ensembles. Ein besonderes Highlight: Franz Liszts berühmter Liebestraum erklingt in einer eigens für diese Besetzung geschaffenen Fassung als Uraufführung
Lisztzentrum Raiding
LISZT PUR
Grand Galop und Totentanz
BESETZUNG
Sofya Gulyak, Klavier
PROGRAMM
Franz Liszt: Sarabande und Chaconne (aus der Oper „Almira“ von G. F. Händel), S.181
Polonaise Nr. 2, S.223/2
Valse Impromptu, S.213
Tarantella (aus “Venezia e Napoli“), S.162/3
Valse oubliée Nr. 1, S.215/1
Mazurka (pour piano composée par un amateur de St. Pétersbourg), S.384
Mazurka brillante, S.221
Grand Galop Chromatique, S.219
Totentanz, S.525
ÜBER DAS KONZERT
„... selbst Liszt fürchtete den Totentanz, an den sich bekanntlich außer Bülow kaum zwei Pianisten gewagt haben ...“, hieß es 1881 in der „Neuen Zeitschrift für Musik“. Sofya Gulyak, Gewinnerin des renommierten Leeds International Piano Competition und auf den großen Podien der Welt für ihre souveräne Virtuosität geschätzt, gehört zu den Pianistinnen, die Liszts enorme Schwierigkeiten mühelos bewältigen und widmet ihren Klavierabend ganz den tänzerischen Dimensionen Franz Liszts. Im Zentrum steht der monumentale „Totentanz“, Liszts kraftvoll-visionäre Auseinandersetzung mit dem mittelalterlichen „Dies irae“-Motiv. Das Werk verbindet tänzerische Elemente mit einer fast orchestralen Wucht und zählt zu den spektakulärsten Schöpfungen des Klavierrepertoires. Dem gegenüber entfaltet der populäre „Grand Galop Chromatique“ jene funkelnde Brillanz und übersch.umende Energie, die Liszts Ruf als genialer Virtuose begründete. Ergänzt wird das Programm durch Tanzstücke, die seine stilistische Vielseitigkeit zeigen – von hochvirtuosen Charaktertänzen bis zu feinsinnigen rhythmischen Miniaturen.
Zu diesem Konzert findet ein Einführungsvortrag mit Christian Reichart um 17:45 statt.
Lisztzentrum Raiding
BESETZUNG
Orchester Wiener Akademie
Martin Haselböck, Leitung
PROGRAMM
Franz Liszt: Zwei Episoden aus Lenaus Faust, S. 110
Der nächtliche Zug
Der Tanz in der Dorfschenke (Erster Mephisto-Walzer)
Eine Faust-Sinfonie, S. 108
I. Faust
II. Gretchen
III: Mephistopheles
ÜBER DAS KONZERT
Martin Haselböck über das Programm der Orchestermatinee: „Franz Liszt hat den Mythos von Dr. Faustus in zwei großartigen Orchesterwerken bearbeitet: die große Dichtung Goethes hatte er bereits 1830 kennengelernt, die langjährige Beschäftigung mit dem Text mündete in Liszts größter und bedeutendster Orchesterkomposition, seiner „Faust-Sinfonie“, die am 5. September aus Anlass der Enthüllung des noch heute dort stehenden Goethe-Schiller-Denkmals in Weimar uraufgeführt wurde. In dieser Version hören wir das Meisterwerk auch in Raiding. 1836 hatte Nikolaus Lenau den Faust-Stoff in einem melancholisch-nihilistischen Gedicht bearbeitet. Liszt stand dieser Deutung, die in Faust einen schwachen Charakter sieht, der von Mephisto manipuliert und schließlich in den Selbstmord getrieben wird, durchaus näher. So komponierte er zwei prachtvolle Orchesterbilder: „Der nächtliche Zug“ – eine Prozession zieht vorüber und lässt Faust in Verzweiflung zurück und „Der Tanz in der Dorfschenke“-Mephisto führt im Wirtshaus einen orgiastischen Tanz auf, den bekannten 1. Mephistowalzer.“
Zu diesem Konzert findet ein Einführungsvortrag mit Christian Reichart um 10:15 statt.
Lisztzentrum Raiding
Im Dezember wird das Liszt Zentrum zur Manege für einen der beliebtesten Klassiker der Musikgeschichte: "Der Karneval der Tiere" von Camille Saint-Saëns - ein Familienkonzert für große und kleine Ohren und für alle, die gerne lachen. Das exquisite Instrumentalensemble rund um die Geigerin Verena Stourzh erweckt die tierischen Charakter mit Witz, bekannten Melodien und überbordender Spielfreude zum Leben. In "Ferdinand der Stier" zeigt Stourzh zudem ihre virtuose Seite beim brillanten Violinsolopart. Für das gesprochene Wort sorgt Kabarett-Urgestein Andreas Vitásek, der mit Loriots legendären Texten dem "Karneval der Tier" eine Extraportion Humor verleiht. Ein Familienkonzert, das Generationen verbindet und zeigt, das Löwen brüllen, Schwäne gleiten und Musik richtig Spaß machen kann.
Intendanten Johannes und Eduard Kutrowatz
Intendanten Johannes und Eduard Kutrowatz Johannes und Eduard Kutrowatz studieren am Joseph-Haydn Konservatorium in Eisenstadt Klavier bei Uwe Wolff, dann an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Als KlavierDuo Kutrowatz feierten sie internationale Erfolge. Die vielfältige Ausbildung der beiden Pianisten, ihr breites Betätigungsfeld (Pianisten, Kammermusikpartner, Liedbegleiter, Dirigenten) sowie ihr großes Interesse an anderen Kunstsparten sind mitverantwortlich für die enorme Ausdruckstiefe und den Farbenreichtum ihres Spiels. Seit 2009 sind die beiden Intendanten des internationalen Liszt Festivals Raiding
Kateryna Titova
Die hochgelobte Pianistin Kateryna Titova, die bereits mehrfach für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet wurde, ist auch 2026 beim Liszt Festival zu Gast. Mit ihrer beeindruckenden Klavierkunst begeistert sie das Publikum immer wieder und erntet stürmischen Applaus. In ihrem Programm "Liszt-Pur" präsentiert sie eindrucksvoll alle Aspekte ihrer pianistischen Meisterschaft und führt das Publikum mit Liszts epischer Dante-Sonate auf eine Reise durch "Himmel und Hölle".
Wiener Kammerorchester
Das Wiener KammerOrchester eröffnet unter der Leitung von Martin Sieghart das Liszt Festival 2026. Liszts sinfonische Dichtungen „Festklänge“ und „Les Préludes“ treffen dabei auf die Ouvertüren zu Wagners Opern „Rienzi“ und „Der fliegende Holländer“.
Martin Ivanov
Der bulgarische Pianist Martin Ivanov begann bereits im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel und studierte später bei Oleg Maisenberg an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Einen besonderen Schwerpunkt seines Repertoires bildet Franz Liszt: 2020 veröffentlichte er eine Aufnahme sämtlicher Ungarischer Rhapsodien, die er beim Liszt Festival an einem einzigen Konzertabend interpretiert.
Donka Angatscheva und Lidia Baich
Die Konzertpianistin Donka Angatscheva mit bulgarischen Wurzeln und die österreichische Geigerin Lidia Baich gestalten beim Liszt Festival eine gemeinsame Matinee. Im Mittelpunkt steht Franz Liszts selten gespieltes „Grand Duo concertant“, ergänzt durch Werke von Schubert, Grieg und Chopin, die den Dialog zwischen Violine und Klavier in unterschiedlichen Klangfarben zeigen.
ensemble minui und Christina Scherrer
Das neunköpfige ensemble minui bringt gemeinsam mit der Schauspielerin Christina Scherrer Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ in einer konzentrierten Fassung auf die Bühne des Liszt Festivals. Die Musik des monumentalen Opernzyklus wird für Kammerensemble neu gefasst, während Christina Scherrer als Erzählerin durch die Handlung führt.
Paganini Ensemble Wien
Das Paganini Ensemble Wien widmet sich unter der Leitung des Geigers Mario Hossen der Kammermusik Niccolò Paganinis. Quartette und Sonaten zeigen Paganini nicht nur als virtuosen Violinisten, sondern auch als Komponisten für Gitarre und Streicher. Liszts „Liebestraum Nr. 3“ schlägt beim Liszt Festival die musikalische Brücke zwischen den beiden Komponisten.
Sofya Gulyak
Die Pianistin Sofya Gulyak, Gewinnerin der Leeds International Piano Competition, gestaltet beim Liszt Festival einen reinen Liszt-Abend. Mit Werken wie dem „Grand Galop Chromatique“ und dem monumentalen „Totentanz“ zeigt sie die tänzerische, virtuose und kraftvolle Seite des Komponisten.
Das Liszt Zentrum Raiding: Musik im Geiste Franz Liszts
Als Pianist, Dirigent und Komponist war Franz Liszt ein Pionier, der Grenzen überschritt und musikalische Erneuerung verkörperte. Das Liszt Zentrum im burgenländischen Raiding – direkt an seinem Geburtsort – führt sein Erbe weiter und zählt zu den weltweit führenden Spielstätten für seine Werke. Im Mittelpunkt des Programms steht das Liszt Festival im Oktober, das Herzstück der Konzertsaison.
Ergänzt wird das Jahresprogramm durch die Barock Tage im März, das Brass Fest im April, die Summer Concerts im Juni und das Family Concert im Dezember. Im Franz Liszt Konzertsaal, der als einer der akustisch besten Konzertsäle Europas gilt und direkt neben Liszts Geburtshaus liegt, erleben Besucher hochkarätige Klavier- und Orchesterkonzerte, Liederabende und innovative Grenzgängerprojekte. Seit 2009 liegt die künstlerische Leitung in den Händen von Eduard und Johannes Kutrowatz.
Liszt Zentrum Raiding
Raiding, Österreich



