Kultururlaub zwischen Stift, Burg und Nationalpark
Im Gesäuse liegen Kultur und Landschaft ungewöhnlich nah beieinander. Das Benediktinerstift Admont mit seiner berühmten Bibliothek und seinen Museen bildet den kulturellen Mittelpunkt der Region. Wenige Kilometer weiter wird die Burgruine Gallenstein im Sommer zur Konzertbühne. Dazwischen prägen die Enns, die Salza und die steilen Kalkwände des Nationalparks den Aufenthalt.
Der barocke Bibliothekssaal des Stiftes Admont gilt als größter klösterlicher Bibliothekssaal der Welt. Rund 70.000 Bücher, die Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte und die Holzskulpturen von Josef Stammel machen ihn zu einem außergewöhnlichen Gesamtkunstwerk. Zum Stift gehören außerdem Sammlungen und Ausstellungen zur Gotik, Kunstgeschichte, Gegenwartskunst und Naturkunde.
Einen zweiten kulturellen Schwerpunkt setzt das Festival St. Gallen. Vom 14. bis 30. August 2026 stehen auf Burg Gallenstein und in der Pfarrkirche St. Gallen Kammermusik, große Chorwerke und neue Musik ebenso auf dem Programm wie Literatur, Wienerlied, Jazz und Rock. Die historische Burganlage und der Blick auf die Gesäuseberge verleihen den Konzerten einen Rahmen, der unmittelbar mit der Region verbunden ist.
Auch abseits des Festivals gibt es Kulturgeschichte zu entdecken. Burg Strechau bei Lassing ist die zweitgrößte Burg der Steiermark. Zu sehen sind unter anderem ein Arkadenhof, eine barocke Burgkapelle und eine umfangreiche Sammlung historischer Fahrzeuge der Marke Steyr. In St. Gallen, Admont und den Orten der Steirischen Eisenwurzen erzählen Kirchen, Museen und historische Anlagen von Benediktinern, Bergbau, Forstwirtschaft und der früheren Bedeutung von Eisen, Holz und Salz.
Die Landschaft ist dabei nie nur Hintergrund. Im Nationalpark Gesäuse bahnt sich die Enns zwischen Buchsteinmassiv und Hochtorgruppe ihren Weg durch steile Felswände und alpine Wälder. Markierte Wanderwege, das Erlebniszentrum Weidendom und geführte Programme eröffnen unterschiedliche Zugänge zur geschützten Natur. Im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen führen Wege zu Schluchten, Höhlen und zur Palfauer Wasserlochklamm.
Zur Region gehören ebenso ihre Gasthäuser, Almen und bäuerlichen Produkte. Auf den Speisekarten stehen steirische Hausmannskost und Gerichte wie Kaspressknödel oder Holzfällernockerl. Die Streuobstwiesen der Eisenwurzen liefern Äpfel und Birnen für Most und Schaumwein. Honig, Kräuterprodukte und weitere Naturpark-Spezialitäten ergänzen das kulinarische Angebot.
Geheimtipps für einen Kurzurlaub im Gesäuse:
- Tipp 1: Stift Admont – Weltgrößte Stiftsbibliothek
- Tipp 2: Die Salza – Einer der letzten Naturflüsse Mitteleuropas
- Tipp 3: Besucherzentrum Weidendom im Nationalpark Gesäuse
- Tipp 4: Burg Strechau
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Nationalpark Gesäuse
Gesäuse, Österreich



