46. Jazzfestival Saalfelden 2026
Jazz zwischen Stadt und Berg
Zeitgenössischer Jazz zwischen Stadt, Wald und Berg
Vom 20. bis 23. August 2026 wird Saalfelden Leogang zum Treffpunkt für zeitgenössischen Jazz und improvisierte Musik. Rund 60 Konzerte verteilen sich auf 13 Bühnen im Congress Saalfelden, im Kunsthaus Nexus, im Stadtgebiet und an besonderen Orten in der umliegenden Landschaft.
Das Programm reicht von internationalen Formationen und neuen Projekten auf der Mainstage bis zu den Short Cuts im Kunsthaus Nexus. Kostenfreie City Tracks und Mountain Tracks führen in den Stadtpark, zum Museum Schloss Ritzen, an den Ritzensee, in den Kollingwald und auf die Almen. Zwei musikalische Wanderungen verbinden Konzerte mit der Berglandschaft von Saalfelden Leogang.
Zwischen den Veranstaltungen bieten sich ein Spaziergang am Ritzensee, ein Besuch im Museum Schloss Ritzen oder ein Ausflug nach Leogang an. Für einen mehrtägigen Aufenthalt stehen zwei Packages mit Übernachtung und Festivalpass zur Auswahl.
Eintrittskarten, Tageskarten, 3-Tages-Pässe und VIP-Pässe werden direkt über den offiziellen Veranstalter angeboten. Das vollständige Programmbuch sowie Informationen zu den Spielstätten und zur Anreise finden Sie in den entsprechenden Abschnitten im unteren Bereich dieser Seite.
Jazz und Urlaub in Saalfelden Leogang verbinden
Zwischen den Konzerten bleibt Zeit für Saalfelden, Leogang und die Berglandschaft rund um das Steinerne Meer. Das Kunsthaus Nexus, das Museum Schloss Ritzen und das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang ergänzen das Kulturprogramm. Spaziergänge am Ritzensee und Ausflüge in die Leoganger Steinberge lassen sich ebenfalls gut mit dem Festivalbesuch verbinden.
Unterhalb finden Sie zwei Packages mit Übernachtung und einem 3-Tages-Festivalpass.
Programm
Rund 60 Konzerte auf 13 Bühnen zeigen die Bandbreite des Jazzfestivals Saalfelden 2026. Die Mainstage im Congress Saalfelden präsentiert die großen Konzertabende und ist mit der Otto-Gruberhalle verbunden. Im Kunsthaus Nexus sind bei den Short Cuts kleinere Formationen und eigenständige Projekte zu erleben.
Die kostenfreien City Tracks finden im Stadtpark, bei Nexus+ und im Museum Schloss Ritzen statt. Zu den Mountain Tracks gehören Konzerte am Ritzensee, im Kollingwald, bei der Einsiedelei sowie auf der Stöcklalm und in der AlteSchmiede in Leogang. Die kostenpflichtigen musikalischen Wanderungen führen zum Naturkino Asitz und zur Steinalm.
Alle Formationen, Besetzungen, Tage, Beginnzeiten und Spielstätten finden Sie im vollständigen Programmbuch 2026.
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Kulturwochenende in Saalfelden Leogang
Saalfelden Leogang liegt in der Bergwelt des Salzburger Landes und bietet neben dem Festival weitere Kulturangebote, etwa im Kunsthaus Nexus. Für den Aufenthalt eignen sich Ausflüge in die Natur mit Blick auf das Steinerne Meer und die Leoganger Steinberge sowie Besuche von Museen und dem Schaubergwerk.
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Naturkino Asitz
Start um 9 Uhr (Ende ca. 14 Uhr)
Treffpunkt und Start: Talstation Steinbergbahn
Seit vielen Jahren wandert der österreichische Bassist und Komponist Lukas Kranzelbinder (Shake Stew, Mario Rom's Interzone) gemeinsam mit dem Publikum auf verschiedene Gipfel und Höhenwege, um nach einem in alle Richtungen offenen Klang zu suchen und dem Berg als Ort der Tradition eine neue musikalische Facette zu verschaffen. Für den ersten Festivaltag hat er eine internationale All-Star-Gruppe als musikalische Bergführer zusammengestellt, die den ZuhörerInnen ein Klangerlebnis in einzigartiger Kulisse ermöglichen. Die ersten Höhenmeter werden mit der Steinbergbahn überwunden, danach geht es über den kleinen und großen Asitz zum Naturkino. Dort wartet auf die Teilnehmer ein Jazzkonzert und eine gute Jause.
Festes Schuhwerk und dem Wetter entsprechend angepasste Wanderkleidung werden empfohlen.
Wanderstrecke (4,6 km, 181 Hm Aufstieg, 157 Hm Abstieg)
Infos zum Naturkino (siehe Link)
Nur bei Schönwetter, bei Schlechtwetter wird das Konzert in die Hüttschmiede Leogang verlegt.
Die Entscheidung darüber fällt am Vortag bis 17.00 Uhr.
Stadtpark Saalfelden
Rossella Di Donna - vocals, ukulele
Federica Guido – saxophone
Sabrina De Mitri - saxophone
Lucia Chezza - guitar
Maria Cristina Tanzi – bass
Marta Chiara Maggioni – percussion
Sieben Frauen, sieben Musikerinnen, unzählige Einflüsse – ein einzigartiger Sound, der gleichzeitig treibend und poetisch ist. Le Cumbinate bringen die mitreißenden Rhythmen Lateinamerikas auf die Bühne – durchzogen von afro-karibischem Spirit und pulsierender Energie. Eine musikalische Reise durch Zeit und Raum: von den ursprünglichen Klängen aus Brasilien und Kolumbien bis hin zu modernen Vibes aus Afrobeat und Reggae. Lasst euch mitreißen von den kraftvollen Grooves und hypnotischen Rhythmen und ihr werdet automatisch anfangen, euch zu bewegen.
Kunsthaus Nexus
Veränderung und Erkenntnis – Konzept und Umsetzung – Entwicklung und Unwissenheit.
Eröffnung und Performance von MMM & Špela Mastnak
Austria, Slovenia, Germany
MMM:
Mathia*s Lenz - conzept and realisation
Maja Osojnik - conzept and realisation
Matija Schellander - conzept and realisation
Gast: Špela Mastnak – percussion & vibraphone
„WAS___“ stellt die ersten 66 Meter einer grafischen Partitur an den Beginn einer zehn Jahre andauernden interdisziplinären Raum- und Klangreise von MMM (Maja Osojnik, Mathia*s Lenz und Matija Schellander). Das Projekt untersucht, wie sich eine visuelle Partitur als offenes, multimodales System verstehen und in unterschiedliche künstlerische Formate übersetzen lässt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem „Original“ und nach möglichen Übertragungen zwischen Bild, Klang, Performance und Raum. Über die nächste Dekade dokumentiert die Partitur Spuren der Zeit polymorph, schreibt sie gleichsam in sich ein, und entwickelt Klang- und Bildstrukturen, die dazu einladen Musik außerhalb des traditionellen Notensystems zu denken. Linoldruck, Cyanotypie, Aceton und andere Drucktechniken – vielgestaltig windet sich die Partitur durch den Raum. Als langer Streifen erinnert sie an ein Tonband und arbeitet auch mit dem selben Medium. Die Tonbänder werden in ihr Design integriert und interpretieren, begleiten fragmentarisch die Teile der grafischen Partitur. Tonbänder, Tonköpfe und Lautsprecher laden das Publikum zur Mitgestaltung ein. In ihrer Mitte lässt sie Raum für installative Klang-Performances, in denen MMM gemeinsam mit der Schlagwerkerin Špela Mastnak das Phänomen Haut – als Sensorium für Berührung und Wahrnehmung akustisch und haptisch erforschen: durch Tasten, Drücken, Kratzen oder Verformen von Materialien wie Papier, Ballons oder Folien. Als Schnittstelle zwischen Innen und Außen eröffnet die Auseinandersetzung mit dem Thema „Haut“ ein vielschichtiges Experimentierfeld, in der die physische Interaktion mit den Klangmaterialien die Grenzen zwischen Aktion und Rezeption verschwimmen lässt und gleichsam eine mikroakustische Landschaft erzeugt.
Freier Eintritt!
Stadtpark Saalfelden
Jamaica, Austria, Czech Republic
Italee - voice
Vitus Denifl - saxophone, percussion
David Saudek - trumpet, flugelhorn
Raphael Schwarzacher - vocals, guitar
Florian Fürhapter - guitar
Martin Forster - bass
David Ronacher - keys, organ
Thomas Mantl – drums
Die jamaikanische Sängerin Italee verbindet Roots Reggae, Dub, Soul und Rock zu einem kraftvollen, genreübergreifenden Sound. Bekannt durch Kooperationen mit Größen wie Shaggy, Sly & Robbie, Tony Kanal und Dave Stewart, begeistert sie mit starker Bühnenpräsenz und einer unverwechselbaren Stimme. Mit ihrer neuen Single Love Coming bringt Italee eine mitreißende Hymne über Heilung, Einheit und Hoffnung auf die Bühne. Verwurzelt im Roots-Reggae, entfaltet sich ein moderner, internationaler Sound voller Energie und positiver Vibes. Italee steht für Authentizität, Inspiration und musikalische Tiefe!
Freier Eintritt!
Kunsthaus Nexus
Germany, Spain, Portugal
Almut Kühne - voice
Jordina Millà - piano
Gonçalo Almeida - double bass
Wieland Möller - drums, percussion, gongs
“Wenn Almut Kühne singt, kann es klingen wie ein nervös abgesuchtes Kurzwellenradio oder wie Dialoge in einer geheimnisvollen Sprache“ heißt es bei Odilo Clausnitzer im SWR. In der Überschrift dazu steht „Von Atmen bis Zwitschern“. Die in Berlin lebende Vokalimprovisatorin, neulich erst für den Deutschen Jazzpreis nominiert, ergießt ihr stimmliches Magma mal eruptiv, mal sanft fließend, dann wieder im hohen Bogen eines Arien-Schreis über die instrumentalen Drones ihrer Mitmusiker*innen im Lava Quartet. Ob „Ätherischer Gesang“ oder gluckernde „Wasserkreise“, immer wabern die katalanische, in Salzburg lebende Pianistin Jordina Millà, der portugiesische, in Rotterdam lebende Bassist Gonçalo Almeida und der Dummer/Perkussionist Wieland Möller, in Stralsund aufgewachsen und in Berlin zuhause, im Gleichschwung mit der gemeinschaftlichen Geräuschdramaturgie. „Es ist ein Zeugnis für die Kraft des spontanen musikalischen Ausdrucks und schafft eine aufregende und unvorhersehbare musikalische Reise – sowohl für die Performer als auch für das Publikum“, wie es in einem Text zu ihrem Debütalbum heißt.
Otto-Gruberhalle
Viola Hammer - keys, synths
Judith Ferstl - bass, bass synth
Judith Schwarz - extended drums
Zwischen atmosphärischen Grooveflächen und prägnanten Melodien, druckvollen Beats und fragilen Eskalationen verweben sich die akustischen und elektronischen Klänge dieser drei wohlbekannten Wienerinnen. Nicht nur, weil ihr Bandname wie das englische Melee klingt, was sich am besten als Nahkampf übersetzt, bewegen sie damit seit gut zwei Jahren eine wachsende Fangemeinde zum tanzenden Mitdenken, passenderweise im Doppelprogramm mit dem japanischen Kult-DJ Krush, der auch beim Festival zu erleben ist. Klingt manchmal als hätten Laurie Anderson und Missy Elliott ein Videospiel vertont, das Doja Cat und Gudrun Gut geremixt haben, jedenfalls immer organisch originell.
Freier Eintritt!
Kunsthaus Nexus
Denmark, Argentina, South Korea, Germany
Amalia Dahl – saxophone
Camila Nebbia – saxophone
Elisabeth Courdoux - cello
Sun-Mi Hong – drums
Vier Töchter, von denen mindestens drei nicht mehr in ihrem Mutterland leben und schon für Aufmerksamkeit in Saalfelden sorgten, bilden gemeinsam ihren Nährboden für Interplay und Improvisationen. Die Saxofonistinnen Amalie Dahl, Dänin und „Dafnie“-Leaderin in Oslo, und Camila Nebbia, Argentinierin in Berlin, die unter anderem auch ein eigenes Label mit Marta Sanchez betreibt, werden (nicht nur) rhythmisch von der in Amsterdam lebenden Koreanerin Sun-Mi Hong am Schlagzeug und der Cellistin Elisabeth Coudoux aus Köln unterstützt. Der doppelgemoppelte Bandname ist Programm: Töchter an die Macht!
Einsiedelei
Cuong Vu – trumpet
Chris Speed – saxophone
Zum dritten Mal wird die Einsiedelei am Palfen zum Schauplatz eines ganz besonderen Festivalmoments. Der abgeschiedene Ort hoch über Saalfelden bietet einen einzigartigen Resonanzraum für die Begegnung zweier herausragender Stimmen des zeitgenössischen Jazz: dem Trompeter Cuong Vu und dem Saxophonisten Chris Speed. Was genau erklingen wird, ist nicht vorhersehbar, aber eines ist sicher: In dieser Umgebung wird jeder Ton zum Ereignis, jede Stille zur Einladung.
Freier Eintritt!
Kirchturm Saalfelden
Erwan Keravec - bag pipe
Am Freitag, 21. August um 11 Uhr wird Saalfelden zur besonderen Klangkulisse: Der französische Dudelsackvirtuose Erwan Keravec spielt ein kleines Konzert aus dem Kirchturm der Stadtpfarrkirche. Seine Musik schwebt über den Dächern der Stadt und öffnet einen ungewöhnlichen Hörraum zwischen Alltag und freier Improvisation. Ein kurzer, besonderer Moment mitten in Saalfelden.
Freier Eintritt!
Kunsthaus Nexus
M M M: W A S ___ 0 1, 1 - 6 6 Score Meter (2 0 2 5) New adaptation of the score and performance at the Saalfelden Jazz Festival (2026)
Veränderung und Erkenntnis – Konzept und Umsetzung – Entwicklung und Unwissenheit.
Austria, Slovenia, South Korea
MMM:
Mathia*s Lenz - conzept and realisation
Maja Osojnik - conzept and realisation
Matija Schellander - conzept and realisation
Gäste:
Sun-Mi Hong - drums
Lukas König - drums
Judith Schwarz - drums
„WAS___“ stellt die ersten 66 Meter einer grafischen Partitur an den Beginn einer zehn Jahre andauernden interdisziplinären Raum- und Klangreise von MMM (Maja Osojnik, Mathia*s Lenz und Matija Schellander). Das Projekt untersucht, wie sich eine visuelle Partitur als offenes, multimodales System verstehen und in unterschiedliche künstlerische Formate übersetzen lässt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem „Original“ und nach möglichen Übertragungen zwischen Bild, Klang, Performance und Raum. Über die nächste Dekade dokumentiert die Partitur Spuren der Zeit polymorph, schreibt sie gleichsam in sich ein, und entwickelt Klang- und Bildstrukturen, die dazu einladen Musik außerhalb des traditionellen Notensystems zu denken. Linoldruck, Cyanotypie, Aceton und andere Drucktechniken – vielgestaltig windet sich die Partitur durch den Raum. Als langer Streifen erinnert sie an ein Tonband und arbeitet auch mit dem selben Medium. Die Tonbänder werden in ihr Design integriert und interpretieren, begleiten fragmentarisch die Teile der grafischen Partitur. Tonbänder, Tonköpfe und Lautsprecher laden das Publikum zur Mitgestaltung ein. In ihrer Mitte lässt sie Raum für installative Klang-Performances, in denen MMM gemeinsam mit der Schlagwerkerin Špela Mastnak das Phänomen Haut – als Sensorium für Berührung und Wahrnehmung akustisch und haptisch erforschen: durch Tasten, Drücken, Kratzen oder Verformen von Materialien wie Papier, Ballons oder Folien. Als Schnittstelle zwischen Innen und Außen eröffnet die Auseinandersetzung mit dem Thema „Haut“ ein vielschichtiges Experimentierfeld, in der die physische Interaktion mit den Klangmaterialien die Grenzen zwischen Aktion und Rezeption verschwimmen lässt und gleichsam eine mikroakustische Landschaft erzeugt.
Freier Eintritt!
Kunsthaus Nexus
Valentina Cinquini – harp
Dušan Kranjc - trombone
Stefan Konzett – trombone
Christoph Cech – piano, composition
„Zeichen der Zeit: Die Künstler sind Profis geworden, die Amateure Künstler“, soll Erik Satie gesagt haben, dessen Nachname im Projektnamen des aktuellen Programms von Pianist und Komponist Christoph Cech mitschwingt. Mit Musiker*innen des 50-jährigen oenm, kurz für Österreichisches Ensemble für Neue Musik, lebt der eben emeritierte Professor für diverse Formen des Jazz und der Improvisation eine polyamouröse Beziehung dieser musikalischen Wunschpartner aus. Dass dabei der oben zitierte französische Gymnopédist im Duo mit Harfe und Klavier gewürdigt wird und für “Joni“ (was durchaus einer kanadischen Freundin von Charles Mingus gewidmet sein könnte) oder die onomatopoetische „Snowflakes Chaos Theory“ noch zwei unterschiedliche Posaunen dazukommen, macht die Sache nur noch spannender. Jazz und Neue Musik sind wie der 66-jährige „still alive“, wie ein weiterer Titel heißt.
Museum Schloss Ritzen
Zbigniew Chojnacki - modular accordion
Die einzige Konstante in der Musik des polnischen Akkordeonisten Zbigniew ist sein Instrument. Was der 34-jährige Virtuose damit anstellt, ist Stimmungssache – und jedes Mal wieder anders. Beeinflusst von britischem Punk Rock, Berliner Techno, der klassischen Musik seines Heimatlandes, amerikanischem Jazz und jeder erdenklichen Musik der Welt bringt er mit “von Klavierwerken entliehenen Techniken” sein modulares Handzuginstrument zum Klingen. Aber es kann auch “eine alte Waschmaschine, ein Grashalm, das Motorengeräusch eines Busses oder sogar ein Stuhl mitten auf einer Bühne” inspirierend sein. Als “Jäger interessanter Menschen” war er schon mit Bassistin Joëlle Léandre, Sängerin Anna Gadt, Vibraphonistin Yuhan Su oder Drummer Ramon Prats zu hören. Bevor er Anfang 2027 sein drittes Soloalbum veröffentlicht, kommt Zbigniew heuer erstmals nach Saalfelden.
Freier Eintritt!
Kunsthaus Nexus
Edward Perraud - drums, electronics, guitar
Eve Risser - organ, piano, flute, voice
Delphine Joussein - flute, electronics, voice
Arthur Delaleu - guitar, electronics
Der Sündenfall im Nachhall als Glücksfall: Komponist, Perkussionist, Schlagzeuger, Improvisator, Forscher und Fotograf Edward Perraud erkundet in seinem jüngsten Gericht und mit der Traumbesetzung mit Flötistin Delphine Joussein (Nout), Organistin/Keyboarderin Eve Risser (wo sollte man bei der Vielzahl der Projekte dieser französischen Urgewalt anfangen?) und Gitarrist/Bassist/Elektroniker Arthur Delaleu (Capsul Collectif) „Wilde Paradiese“ abseits aller Erwartungen und Vorstellungen. „Ein hypnotisches, gleißendes Erlebnis“ verspricht ihr energischer Free-Jazz-Prog, der mit allerlei futuristischer Klangmalerei „in eine Spirale der Sinne“ entführt (beides Zitate aus der Bandbeschreibung). Und weiter: „Mitwippen, sich dem kollektiven Fieber hingeben und sich einer Reise öffnen, von der es kein Zurück gibt.“
Otto-Gruberhalle
Bianca Iannuzzi - voice
Eve Risser - piano, flute
Luc Ex - bass
Francesco Pastacaldi – drums
Klang ist für Eve Risser wie eine volle Badewanne in die sie gerne eintaucht. Je mehr, desto tiefer. So hält es die 44-jährige Multiinstrumentalistin aus Paris auch ganz allgemein, wenn sie etwa vom Duo Donkey Monkey überihre Orchester der weißen und der roten Wüste zu präparierten Piano-Projekten oder Barbie-Gitarren-Konzerte oder der Pariser Depandance von Label und Festival „Umlaut“ immer weiter zum nächsten Ideen-Ideal springt. Wie etwa dem Quartett Brique, in dem vier seit Langem zusammenarbeitende Improvisator*innen mit Konstruktion und Dekonstruktion spielen, wie „eine Post-Punk Matroschka Schachtelpuppe, die mit den Codes des Liedformats spielt“. Der Gesang der „tellurischen Improvisatorin“ Bianca Iannuzzi, mal Französisch, oft Englisch, meist exaltiert, macht aus dieser „schamlosen Fusion multipler Einflüsse“ ein vergnügt-verirrtes Varieté. Wenn Beton tanzen könnte, würde er es zu dieser Musik tun.
Stadtpark Saalfelden
Laurenz Öllinger - lead vocals
Misa Cvetković - bass, vocals
Moritz Seidel - guitar, vocals
Erika Schweighofer - keys, vocals
Isaac Gartmayer - drums, vocals
Aufgewachsen zwischen Speckgürtel und Großstadt erzählt Laurenz Nikolaus von junger Liebe, Alltagsflucht und dem schönen Vergammeln im Altbau. Sein Sound bewegt sich zwischen Austropop und Indie, irgendwo zwischen Hirsch, Voodoo Jürgens und einem Hauch Beirut.
Mit direkten, liebevoll verdrehten Texten schreibt er über Tinder-Dates, regennasse Wiener Gassen, gebrochene Herzen und das Sich-Wiederfinden. Ehrlich, leicht melancholisch und doch überraschend unbeschwert hält Laurenz Nikolaus den Austropop zeitgemäß lebendig. Seine Band ist aus jahrelanger Freundschaft entstanden, sein musikalischer Weg begann einst in der Blaskapelle. Heute steht er für Musik mit Herz, Haltung und Wiener Seele.
Freier Eintritt!
Congress Saalfelden
Yvonne Moriel - saxophone
Antonis Anissegos - keys
Miriam Adefris - harp
Manu Mayr - bass
Toma Gouband - drums
Max Andrzejewski - drums
Commission from Jazzfestival Saalfelden for Yvonne Moriel.
“Strange” kann fremd und seltsam bedeuten, “Motion” buchstäblich Bewegung. „Strange Motion“ heißt passend das Eröffnungsprojekt auf der Main Stage beim Jazzfestival Saalfelden 2026, das die Saxophonistin und Komponistin Yvonne Moriel mit einer neuen, eigens für diese Kommission zusammengestellten Band bespielt, mit Pianist Antonis Anissegos, Miriam Adefris an der Harfe, Manu Mayr an E- und Kontrabass und mit den beiden Drummern Max Andrzejewski und Toma Gouband. Die fremde und/oder seltsame Bewegung im Namen erkennt die gebürtige Tirolerin aus Wien als Zustand, allerdings als einen, der durch improvisatorische Prozesse und spielerische Transformation Spannung erzeugt. „Jede*r der Künstler*innen hat einen sehr speziellen Zugang zu Klang und einen sehr starken Charakter in der Arbeit damit“, sagt die Trägerin des Österreichischen Jazzpreises, die im Verlauf der letzten Jahre immer wieder auch mit eigenen Projekten in Saalfelden begeistert hat. „Es wird viel Platz dafür geben, in die Tiefe der klanglichen Möglichkeiten der einzelnen Instrumente und ihrer Spieler*innen zu gehen. Auskomponierte Passagen aber auch viel freie Improvisation – im Mittelpunkt steht die Einheit, das Zusammenfinden höchst individueller Klangkünstler*innen.“
Stadtpark Saalfelden
Gidon Oechsner - vocals, guitar
Marco Filippovits - vocals, guitar
Julian Eggenhofer - guitar
Milos Avramovic - accordion
Daniel Schober - bass
Daniel Neuhauser - drums, vocals
Markus Stibor - trumpet
Stefan Eitzenberger - saxophone
Martin Schiske - trombone
Dario Schwärzler - tuba
Österreichs vermutlich würzigste Gypsy-Balkan-Truppe bringt alles mit, was ein Konzert braucht: Tempo, Witz, Virtuosität und genug Energie, um auch müde Tanzbeine wieder in Betrieb zu nehmen. Die Gewürztraminer spielen sich mit hörbarer Freude durch Folk, Rock, Hip-Hop, Swing und Balkan.
Seit Jahren sind sie fixer Bestandteil der Wiener Musikszene und haben bereits Bühnen in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Ungarn bespielt. Ihre Songs sind ein Schmelztiegel aus Kulturen, Stilen und Geschichten, mal hochgradig tanzbar, mal überraschend melancholisch, aber immer mit Schmäh und Haltung.
Mit ihrem neuen Album rückt der Wiener Background noch stärker in den Vordergrund. Da trifft akustischer Techno über Global Warming auf einen Wiener Walzer mit Liebesbotschaft, eine Hymne aufs Schnapsen auf Balkan-Mercedes-Träume. Kurz gesagt: frisch, frech, virtuos und garantiert nicht fad.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Henriette Eilertsen - flute
Joel Ring - cello
Øystein Aarnes Vik – drums
Mit mehr als 50 Millionen Streams war das Flötenprojekt eines amerikanischen Rappers vor gut drei Jahren die gelungenste Überraschung in der Instrumentalmusik zwischen Jazz und Meditationsmystik. Wäre es mit gerechten Dingen zugegangen, hätte der Erfolg Henriette Eilertsen gegolten. Die norwegische Flötistin, Jahrgang 1993 und trotzdem die erste, die an diesem Instrument in ihrer Heimat einen Jazz-Abschluss machte, hatte bereit 2021 „Poems for Flute“ veröffentlicht und noch im selben Jahr „Om talmodighet“ mit dem von ihr mitbegründeten OJKOS (Orchestra for Jazz Composers in Oslo) aufgenommen. Kürzlich erschien mit „Moder“ das Debütalbum ihres Trios mit dem schwedischen Norweger Joel Ring am Cello und Drummer Øystein Aarnes Vik, das der Moderne die Flötentöne beibringt - von sanften Lateef-ien (Yusef, of course) bis zu stürmisch überblasenen Grooves. „Man kann sich gut vorstellen, dass „Moder“ vor tausend Jahren ein Hit gewesen wäre – und dass aufgeschlossene Musikfreunde es in tausend Jahren als einen musikalischen Goldschatz erleben werden“, wie es sehr richtig in einem Text zu diesem Album heißt.
Kunsthaus Nexus
Leo Riegler – voice,electronics, guitar, turntables, saxophone
Lukas König - drums, synthesizer, trumpet
Lukas König und Leo Riegler machen unter verschiedenen Namen schon seit Längerem Musik. Sie als Dauerlutscher zu bezeichnen, nur weil sich ihre akute Inkarnation Koeniglollipop nennt, wäre trotzdem falsch. Der einstige Artist in Residence in Saalfelden, hier an Drums, Synthesizer und Trompete, und der leonische Riegler an Gitarre, Saxophon, Turntables und poetischen Wortbeiträgen, mal ernsthaft unsinnig und auch mal nahezu gesungen, präsentieren die Schwermut und Süßigkeit ihres neuen Albums “Pantheism at Praterstern”. “Es geht um Verbundenheit, um die Auflösung von Grenzen, um das Ich im Alles und das Alles im Ich“, wie sie selbst wissen. Dass das auch enorm unterhaltsam sein kann, zeigt sich besonders bei ihren auch als „Häppchenings“ zu genießenden Live-Auftritten. Thank you.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Alex LoRe - alto sax
Roman Filiu - tenor sax
Marta Sanchez - piano
Kanoa Mendelhall - bass
Mark Whitfield Jr - drums
guest: Cuong Vu - trumpet
Wenn die Natur sich schon bald aufs Verwelken vorbereitet, blüht dieses Quintett in Saalfelden erst so richtig auf. Kurz nach ihrem von einem Fulbright Stipendium beförderten Umzug von Madrid nach New York im Jahre 2011, gründete Marta Sanchez ihr Quintett, das an diesem Abend noch um den Trompeter Cuong Vu erweitert wird. Die umwerfend und ausgiebig komponierende Pianistin, „Rising Star“ des Downbeat im letzten Jahr und bestens bekannt auch an der Seite von David Murray, liebe Melodien, sagte sie kürzlich der Zeitschrift JazzTimes, aber „die Harmonie ist ebenso wichtig. Wenn man eine Melodie – die zwar schön, aber vorhersehbar ist – über eine Harmonie legt, die dunkler und unerwartet ist, verlagert sich die musikalische Kraft auf die Harmonie. Und genau dann wird das Stück interessant.“ Es gibt eben auch Herbstblüher, die man im August pflanzen kann.
Otto-Gruberhalle
Delphine Joussein – flute, pedals, drums
Aymeric Avice – trumpet, pedals, drums
Trunk kann sowohl Kofferraum als auch Elefantenrüssel oder Badehose bedeuten. Ähnlich offen und fantasieanregend klingt die Musik dieses französischen Duos, bei dem beide Teilnehmer*innen das Schlagzeug und mindestens 37 Pedalen zusätzlich zu ihren Primärinstrumenten bedienen. Bei Delphine Joussein, siehe auch „Sauvages Paradis“, steht an sich die Flöte in all ihren pustenden, prustenden oder flüsternden Möglichkeiten im Vordergrund, Aymeric Avice, der auch sein eigenes Trio „Pomme de Terre“ leitet, ist hauptsächlich Trompeter. Der Noise in ihrem „Trunk“ könnte in puncto Sound und Intensität auch nach Wacken passen, ist aber schon wegen des momentgebärenden Machens dieser Improvisationskünstler in Saalfelden besser aufgehoben.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Andreas Schaerer – voice
Daniel Garcia - piano
Vokal-Vulkan Andreas Schaerer, bei dem Geistesblitze vom Netzwerk des Gehirns direkt in Zunge und Kehlkopf schießen, findet im spanischen Pianisten Daniel García, laut El País „eine der aufregendsten Persönlichkeiten, die in den vergangenen zehn Jahren aus der Welt des zeitgenössischen Jazz hervorgegangen sind“ einen ebenbürtigen Partner. Das improvisatorische Sparring des Duos fließt scheinbar mühelos von Jazz über Spoken Word oder Flamenco zu Hip Hop, von Komik zu Dramatik, von elegischen Melodien zu abstrakten Freigeistigkeiten. Kein Wunder, dass die beiden schon 2024 von der französischen Jazz-Akademie als „Europäische Jazzmusiker des Jahres“ nominiert waren. Wunderbar sind die Auftritte der Beiden allemal.
Otto-Gruberhalle
Niklas Nieschlag - rap, dance
Max Rademacher - contrabassclarinet, saxophone
Max Boehm - saxophones
Leon Saleh - drums
Vorgestern kam Krautrock aus Kölschen Kommunen, heute gibt‘s Kartoffel-Rap von frischen Fischköppen – ohne Harmonie-Instrument, dafür mit diversen Saxofonen, einer fetten Kontrabassklarinette, dicken Drums und dem selbstironischsten Rapper der Waterkant, der textlich lieber Dagobert Duck zitiert als Hundesöhne. Dazwischen wird auf Basis knarzender Hip Hop-Prog-Rock-Techno-Grooves mit den Saxofonen soliert und der „Mercedes Bounce“ auch mit dem passenden Dance tiefergelegt. „Ob tanzbar, melancholisch oder voll auf die Zwölf: Diese Achterbahn der Gefühle lässt nichts anbrennen, macht keine Gefangenen und lässt ganz sicher kein Auge trocken“, wie es in der Selbstbeschreibung heißt.
Freier Eintritt
Kunsthaus Nexus
Miłosz Pieczonka - saxophone
Bartłomiej Lucjan - bass
Tymon Kosma - vibraphone
Jan Pieniążek - drums
“The Power of Friendship”, so einer der Titel des neuen, zweiten Albums, dieser Boygroup mit Jazz-Wurzeln sagt eigentlich alles. Die vier Kosmonauci aus Bielsko-Biała, die mittlerweile vornehmlich zwischen Warschau und Berlin zu finden sind, finden ihren Sound in Freundschaft, ihren Groove in den Gemeinsamkeiten von Vorleben und Vorlieben. Der Bass zieht seine Linien stoisch durch, der Drummer heizt mit Polyrhythmen wie ein Lovechild von Yussef Dayes und Makaya McCraven, der Saxophonist liebt Johnny Hodges und Ornette Coleman gleichermaßen, und auch der Vibraphonist hat seine Hausaufgaben von Bobby Hutcherson bis Roy Ayers gemacht und verwandelt deren Erkenntnisse in eigene melodische Magie. Kosmonautisch kool.
Freier Eintritt
Steinalm
Anna Tsombanis – saxophone
Chris Speed – saxophone
Manu Mayr – bass
Jim Black - drums
Auch dieses Jahr geht es bei WE HIKE JAZZ gemeinsam mit dem Publikum hinaus auf die Höhenwege, um den Berg nicht nur als Ort der Tradition, sondern auch als offenen Klangraum zu erleben. Diesmal machen sich Anna Tsombanis, Chris Speed, Manu Mayr und Jim Black gemeinsam mit dem Publikum auf den Weg zur idyllisch gelegenen Steinalm. Bei der zweiten Wanderung am Samstag wird die Steinalm auf 1.268 Höhenmetern nicht nur zu Fuß, sondern auch musikalisch erklommen. Oben angekommen, warten ein Abschlusskonzert, eine kräftige Brotzeit mit hausgemachten Produkten und ein grandioser Ausblick auf das Saalfeldener Becken auf euch.
Ticket: Euro 55,00 pro Person inklusive Almjause und Getränke
Kunsthaus Nexus
Erwan Keravec – bag pipe
Rob Mazurek – trumpet
Lukas König – drums
Der Dudelsack kam im Jazz seit Rufus Harleys „Bagpipe Blues“ der 1960er Jahre kaum zur Geltung. Vorhang auf für Erwan Keravec, einen Meister des bretonischen „Cornemuses“, der seit bald zwanzig Jahren nicht nur mit seinen „Urban Pipes“ in der französischen Musikszene für Aufhorchen sorgt. Ob solo im Museum, in Duos mit Mats Gustafsson oder Hamid Drake im Club oder in Ensembles mit der Musik von Terry Riley oder Philip Glass in Konzerthäusern, überall ist man voll des Lobes, etwa Jazz Magazine: „Er spielt Musik von strenger Gewalt, gleichzeitig grandios, fundamental modern und oft radikal, dabei nie abgeschnitten von ihren Wurzeln“. In Saalfelden ist der 52-jährige jetzt erstmals zu erleben, und dann gleich im Verbund mit dem amerikanischen Trompeter Rob Mazurek und dem österreichischen Drum-Internationalisten Lukas König.
AlteSchmiede
Stefan Kollmann - accordion, vocals
Markus Fellner - clarinets,vocals
Nicole Radeschnig - vocals, clarinet
Birgit Radeschnig - vocals, accordion, guitar
Beim Singen kommen die Leut’ zamm. Und wenn Klakradl einmal loslegen, bleibt man meistens auch gleich da. Das Kärntner Quartett malt laut, tiriliert wild und spielt mit einer Lust, die irgendwo zwischen Wirtshaus, Kammermusik und kontrolliertem Auszucker liegt.
Musikalische Virtuosität trifft auf bodenständige Texte, geselliges Humptata auf große Lyrik, Kärntner Dialekt auf dadaistischen Überschwang. In ihren Eigenkompositionen lassen Klakradl Weltmusik, Volksmusik, Experiment und Schmäh so selbstverständlich ineinanderlaufen, als hätte das alles schon immer zusammengehört.
Kurz gesagt: do samma, do warat ma, do bleib ma gern.
Freier Eintritt!
Kunsthaus Nexus
Marta Sanchez – piano
Solo Klavier zu spielen bezeichnet die in Madrid geborene, in Brooklyn lebende Pianistin Marta Sanchez als eine „long standing fear“. Nach gefeierten Ensemble-Alben, etwa mit Ambrose Akinmusire oder im Trio mit Chris Tordini und Savannah Harris, erschien dieses Jahr ihr Soloalbum „For The Space You Left“. „Ein Soloprojekt zu schaffen fühlte sich wie der direkteste Weg an, dieser Angst zu begegnen – und durch sie hindurchzuwachsen“, erklärt sie. Die Stücke, während einer McDowell-Residenz in einer schneeumwehten Hütte entstanden und in der pandemischen Isolation geschliffen, am (meist) dezent präpariertem Klavier gespielt, bannen durch irritierend anheimelnde Rhythmik und (Dis-)Harmonie, die schon in Songtiteln wie „Frost Bloom“ oder „Echolord“ mitschwingt.
Tourismusverband Saalfelden
Wie entsteht ein Festival, bevor der erste Ton erklingt? Bei Behind the Beats werfen Besucher:innen einen Blick hinter die Kulissen des Jazzfestivals Saalfelden. Die Führung gibt Einblicke in Organisation, Bühnenaufbau, Abläufe und besondere Orte des Festivals und zeigt, wie viel Vorbereitung, Technik und Teamwork hinter einem Konzertmoment stecken.
Das Format richtet sich an alle, die das Festival aus einer neuen Perspektive erleben möchten: Jazzfans, Kulturinteressierte, Einheimische, Gäste und alle, die neugierig sind, was hinter den Bühnen passiert.
Treffpunkt: Tourismusverband Saalfelden
Uhrzeit: 13:00 Uhr
Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung nötig
Otto-Gruberhalle
Viktor Perdieus - saxophone
Giotis Damianidis - bass
João Lobo- drums
“Es ist nicht die Tiefe unter mir, sondern die Höhe über mir, die mich erschreckt. Ein umgekehrter Schwindel”, heißt es im Gedicht “Kaleidoscopio” von Argyris Hionis. Diesen Gedanken des vor der Diktatur ins Exil geflüchteten Poeten überimmt das griechisch-belgische Trio Don Kapot als Struktur für ihr aktuelles Album. Der “umgekehrte Schwindel” heißt “Antistrofos Illigos”, der Albumtitel. Das zweite Album dieses “Rettungsbootes aus Free Jazz, Afrobeat und Krautpunk”, gesteuert von Giotis Damianidis an Bass und Gitarre, Viktor Perdieus am Baritonsaxophon und Keyboard und Drummer Jakob Warmenbol, ist eine radikale und dabei sehr poetische, oft repetitive hypnotische Improvisation, die “einen gewissen ästhetischen Radikalismus ausstrahlt, der nicht jedem zusagen wird”, wie die Band Selbst weiß. “Doch ist diese Art von Statement heute vielleicht notwendiger denn je, da die Idee der Freiheit selbst bedroht ist.”
Stadtpark Saalfelden
Lukas Kranzelbinder – bass, guembri, kalimba
Yvonne Moriel - saxophone, flute, FX
Mario Rom - trumpet
Johannes Schleiermacher - saxophone, flute, FX
Oliver Potratz - bass, FX
Nikolaus Dolp - drums, percussion
Herbert Pirker - drums, percussion
Bürgermusik Saalfelden (Leitung Wolfgang Schwabl)
Eisenbahner Stadtkapelle (Leitung Christian Hofer)
Lukas Kranzelbinder: Komposition
Siegmund Andraschek: Arrangement
Als Shake Stew 2016 die Bühne zum Eröffnungskonzert des Jazzfestival Saalfelden betraten, konnte noch niemand ahnen, was für eine außergewöhnliche Reise hier ihren Ursprung nehmen würde. 10 Jahre später hat sich das ungewöhnlich besetzte Septett zu einer der prägendsten Formationen der europäischen Jazzszene entwickelt. Die ZEIT nannte sie „Österreichs Jazzband der Stunde“, der NDR erhob sie früh zur „Kultband“, und mit dem Amadeus Austrian Music Award 2023 sowie dem Deutschen Jazzpreis 2021 wurde ihr internationaler Status endgültig bestätigt.
2026 markiert nun ihr 10-jähriges Jubiläum. Und es wäre nicht Shake Stew, wenn sie diesen Anlass nicht mit einem musikalischen Spektakel feiern würden: „The Big Shake – A Saalfelden Homecoming“ titelt eine eigens zusammengestellte Kooperation aus Bürgermusik und Eisenbahnermusi, welche den Saalfeldener Stadtkern mit der Musik von Shake Stew zum Erbeben bringen werden.
Start ist am Rathausplatz, von wo aus die 70-köpfige Formation gemeinsam mit der Band zum Congress marschiert. Nach einer weiteren musikalischen Einlage geht es danach direkt zum großen Finale in den Stadtpark: Dort werden Shake Stew in gewohntem Setup auf der Bühne und die Musiker:innen der beiden Saalfeldener Klangkörper direkt davor aufspielen. Den Schlusspunkt setzt die Band mit ausgewählten Stücken ihres aktuellen Doppelalbums TEN ONE TWO.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Tamara Stefanovich - piano
Christopher Dell - vibraphone
Christian Lillinger - drums
Jonas Westergaard – bass
"Was mich vor allem interessiert, ist die Explosion verschiedener musikalischer Galaxien in so kurzer Zeit im 20. Jahrhundert", sagt die Pianistin Tamara Stefanovich. Hier findet sich die Avantgarde-Maestra, angesehen dafür, das Unmögliche mit Werken von Boulez oder Bartók möglich zu machen, erneut mit dem Trio Dell-Lillinger-Westergaard zusammen. "Auf der Suche nach neuer Musik", wie es in deren Biografie heißt, "konzentriert sich das Trio auf die Schnittstelle von zeitgenössischer Musik, experimentellem und avantgardistischem Jazz". Eine Aufnahme explosiver Improvisationen von SDLW erschien auf dem treffend benannten Label "bastille musique", in den Tracktiteln europäische Hauptstädte oder Vororte plündernd und aus den Ruinen aufregend Frisches schaffend – Neue Musik, die ihren Namen verdient.
Stadtpark Saalfelden
Herwig "Fuzzman" Zamernik - voice, guitar
Stefan Gfrerrer - bass
Alexander Kranabetter - horns, keys
Matej Wakounig - accordion, guitar, keys
David Schweighart - drums, guitar
20 Jahre Fuzzman! Die letzten drei Alben „Willkommen im Nichts“, „Endlich Vernunft“ und „Hände weg von Allem“, allesamt in den letzten fünf Jahren veröffentlicht, waren eine Trilogie, in der sich der Künstler Herwig Zamernik quasi neu erfand. Ernsthafter und dringlicher wurde. Dazu das durchgeknallt eklektische Werk davor mit seinem irrlichternden Mix aus Soul-Pop, Indie-Disco, Noise-Folk, Kärntnerlied und Schlager. Es war ein langer und ein schillernder Weg gewesen. Ziel gab es dabei nie eines. Und nun ist es erstmals an der Zeit zurückzublicken, bevor die neuen Abenteuer warten. Mit 20 Jahren Fuzzman soll das geschehen. Fuzzman geht auf Tour und spielt ein Potpourri aus Klassikern und Querschlägern, Obskuritäten und Hits. Danach beginnt die Zukunft…
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Shabnam Parvaresh - bass clarinet, clarinet, FX
Ula Martyn-Ellis - guitar
Philipp Buck - drums
“Sheen”, im Englischen “Glanz”, steht im im persischen Alphabet für den sechzehnten Buchstaben, Anfangsletter der in Teheran geborenen, in Osnabrück lebenden Klarinettistin, Kuratorin, Künstlerin und Bandleaderin Shabnam Parvaresh. So bildhaft vieldeutig, eben „vergänglich“, wie es der aktuelle Albumtitel „Transitory“ will, verbindet das Sheen Trio laut Hans-Dieter Grünefeld im Magazin Sonic „Avantgarde, Romantik und Folk zu einem unverwechselbaren Sound“, spielt „elektrisierenden, experimentellen Jazz“ (Rolf Thomas, Jazz thing) oder „spannungsreichen Post-Rock“ (Jan Paersch). Die Veränderung, die unsere Lebenswelt vorgibt, umarmend, handeln die instrumentalen Geschichten der drei Musiker*innen auch von schlechter Internet-Verbindung in den 1990ern oder Freiheitskämpfen im Iran, mal sich dynamisch aus einem „Cocoon“ wurmend, dann wieder melancholisch bei „Maroggia“ oder intensiv als „Unexpected Rock“.
Otto-Gruberhalle
Liam Murphy — saxophone
Jeremy Van Wyck — guitar, vocals, electronics
Kellan McLaughlin —guitar
Isabel Ford — bass, vocals, electronics
John Brennan — drums, percussion
An der kanadischen Westküste, unweit vom US-amerikanischen Seattle und direkt gegenüber von Vancouver, liegt auf Vancouver Island die Stadt Nanaimo. Es ist nicht bewiesen, dass ausgerechnet an diesem schönen Ort erkannt wurde, dass die Erde wohl doch keine Scheibe ist. Tatsache ist, dass in einem spukverwunschenen Keller ebendort “Earthball” aus der Taufe gehoben wurde. Ursprünglich aus einer Not heraus entstanden (man hatte einen guten Gig für die neue Band, aber noch keinen guten Namen), haben diese fünf “heavyweight psychedelic improvisers” inzwischen mehrere Alben mit so erdigen Titeln wie “Go To Earth”, “Actual Earth” oder “Outside Over There” veröffentlicht und reichlich in ihrer kanadischen Heimat und Europa gespielt, etwa beim Le Guess Who? Festival in Utrecht. Man sagt, Earthball würden Headliner nervös machen, denn “sie bleiben ein Leuchtfeuer für jene, die eine transzendente musikalische Erfahrung suchen.”
Stadtpark Saalfelden
Marcel van Gastel – drums
Bas Barnasconi – voice
Bart Heijs – bass
Yair Gross – guitar
Sjoerd van den Andel – keyboard
Olav Schoorlemmer – trombone
Bart Kroese - trumpet
...wenn die BAZZOOKAS loslegen, tanzen alle! Und dazu muss man noch nicht mal ausgeprägter Ska-Fan sein. Präzise Bläsersätze, straighte Rockgitarre, verspielte Keyboardsounds und vor allem die einnehmende Art von Sänger Bazz machen die Party. Die Entstehung der BAZZOOKAS kommt der Entdeckung des Schießpulvers gleich: Seitdem die BAZZOOKAS sich 2009 zusammenrauften, um Musik zu machen, sorgt die achtköpfige Band dafür, dass landauf landab die Fetzen fliegen. In Holland wie in Belgien, in Deutschland wie in Frankreich: Mit Pauken und Trompeten mischen die BAZZOOKAS ganze Festivals auf, wie Tausende beim Parkpop, Pohoda, Sziget, Colours of Ostrava, beim Reeperbahnfestival, dem Karlsruher Fest, dem Taubertal Festival oder dem Open Flair miterleben durften.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Kristoffer Alberts - alto / baritone saxophones
Jørgen Mathisen - tenor saxophone
Klaus Holm - alto saxophone / bass clarinet
Lyder Øvreås Røed - trumpet
Emil Bø - trombone
Øyvind Dale - piano
Ingebrigt Håker Flaten - double bass
Dag Magnus Narvesen – drums
Botanik und Pädagogik inspirieren die wuchernde Wildheit dieses Oktetts von Dag Magnus Narvesen, dem in Berlin lebenden norwegischen Forty-Something an den Drums, der gerne auch im Duo mit Alexander von Schlippenbach, in Aki Takases Japanic oder mit Conny Bauer zu hören ist. Die Spannung, die das großartig besetzte Ensemble über die acht Kompositionen der aktuellen Aufnahme „Rhizome“ aufbaut, ist selbst in deren ruhigeren Momenten deutlich spürbar, ebenso die Einflüsse von Cabaret über Big Band-Blues bis freifliegender Avantgarde. Logisch, dass dieses „meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsende SprossachsenSystem“, so die Definition von „Rhizom“ in der Botanik, auf Narvesens eigenem Label namens „Umulius“ erscheint, einer Wortschöpfung auf Basis von „umulig“, sprich: unmöglich, gerne für als solche empfundene Kinder benutzt.
Museum Schloss Ritzen
Delphine Joussein - flute, fx
Ruinieren Sturm oder Borkenkäfer die Ernte, spricht man von einem “Kalamitätsschaden”. Was die französische Flötistin Delphine Joussein bei “Calamity” anstellt, weckt allerdings eher den Namen der amerikanischen Revolverheldin Calamity Jane ins Gedächtnis. Überraschungsangriffe und klangliche Überfälle mit vorgehaltener Flöte zeigen nicht nur die Vielseitigkeit von Instrument und Performerin, sondern rücken auch Vorurteile über das oft als engelshaft wahrgenommene Blasinstrument zurecht. Vom Mund direkt in die Querflöte knarzt, flucht, singt, prustet, schnalzt und knallt Delphine Joussein über diverse elektronische Soundmutanten in den Klangraum, doppelt und verschärft ihre Ausgangstöne, kann aber auch ganz zauberhaft in den Raum tirilieren.
Freier Eintritt
Kunsthaus Nexus
MMM:
Mathia*s Lenz - conzept and realisation
Maja Osojnik - conzept and realisation
Matija Schellander - conzept and realisation
Gast:
Manu Mayr - bass
„WAS___“ stellt die ersten 66 Meter einer grafischen Partitur an den Beginn einer zehn Jahre andauernden interdisziplinären Raum- und Klangreise von MMM (Maja Osojnik, Mathia*s Lenz und Matija Schellander). Das Projekt untersucht, wie sich eine visuelle Partitur als offenes, multimodales System verstehen und in unterschiedliche künstlerische Formate übersetzen lässt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem „Original“ und nach möglichen Übertragungen zwischen Bild, Klang, Performance und Raum. Über die nächste Dekade dokumentiert die Partitur Spuren der Zeit polymorph, schreibt sie gleichsam in sich ein, und entwickelt Klang- und Bildstrukturen, die dazu einladen Musik außerhalb des traditionellen Notensystems zu denken. Linoldruck, Cyanotypie, Aceton und andere Drucktechniken – vielgestaltig windet sich die Partitur durch den Raum. Als langer Streifen erinnert sie an ein Tonband und arbeitet auch mit dem selben Medium. Die Tonbänder werden in ihr Design integriert und interpretieren, begleiten fragmentarisch die Teile der grafischen Partitur. Tonbänder, Tonköpfe und Lautsprecher laden das Publikum zur Mitgestaltung ein. In ihrer Mitte lässt sie Raum für installative Klang-Performances, in denen MMM gemeinsam mit der Schlagwerkerin Špela Mastnak das Phänomen Haut – als Sensorium für Berührung und Wahrnehmung akustisch und haptisch erforschen: durch Tasten, Drücken, Kratzen oder Verformen von Materialien wie Papier, Ballons oder Folien. Als Schnittstelle zwischen Innen und Außen eröffnet die Auseinandersetzung mit dem Thema „Haut“ ein vielschichtiges Experimentierfeld, in der die physische Interaktion mit den Klangmaterialien die Grenzen zwischen Aktion und Rezeption verschwimmen lässt und gleichsam eine mikroakustische Landschaft erzeugt.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Darius Jones - alto saxophone
Otomo Yoshihide - guitar
Nick Dunston - double bass
Gerald Cleaver - drums
Yasuhiro Yoshigaki – drums
Die Distanz von 11.000 Kilometer und 20 Jahren überspielen Altsaxophonist Darius Jones aus Norfolk/Brooklyn und Gitarrist Otomo Yoshihide aus Yokohama/Fukushima bei dieser Premiere. Der Man’ish e’Boi, der seine Musik als “Konfrontation gegen Apathie und Ego” sieht, bringt dafür seinen langjährigen Drummer Gerald Cleaver mit, der noise-affine “Politiker musikalischer Machtlosigkeit” seinen einstigen “Ground Zero”-Bandkollegen, Jazzdrummer Yasuhiro Yoshigaki. Bassist Nick Dunston rundet dieses Quintett ab, das von der Superpower Überraschung lebt, in Sun Ras Sinne, wo “nur das Unmögliche geschieht”.
Kunsthaus Nexus
Camilo Ángeles - flute, self-made aerophones, synthesizers, electronics
Elias Stemeseder - piano, spinet, synthesizers, electronics
Christian Lillinger - drums, percussions, synthesizers, electronics
Algol, der „Teufelsstern“, ursprünglich arabisch Al-Ghul für „Dämonenkopf“, gilt als Gefahrenbringer. Tatsächlich umkreisen sich zwei Sterne, die dabei gegenseitig das Licht verdecken, weshalb die Helligkeit periodisch schwankt, was Sterngucker als Unsicherheit und Drohung empfanden. Und auch wenn sich diese drei Experimentalimprovisatoren nie das Licht nehmen, passt das bedrohliche gut auf die mikrotonale Musik, die der peruanische Flötist und Aerophonbastler Camilo Ángeles, der österreichische Keyboarder Elias Stemeseder und der deutsche Drummer Christian Lillinger machen. Ihr Debütalbum, aufgenommen in Mexico City, dronet dramatisch und dynamisch, „Strukturen entstehen und lösen sich auf innerhalb eines Kontinuums, das sich jeder stilistischen Kategorisierung entzieht“. Ein Traum, ein dämonischer.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Rob Mazurek - trumpet, piccolo trumpet, RMI electric piano, synths, samplers, voice, flutes, bells
Chad Taylor - drums, percussion, mbira, kalimba
Nach elf Jahren wieder aufgetaucht: das Chicago Underground Duo von Rob Mazurek und Chad Taylor mit seinem achten Album „Hyperglyph“ bei International Anthem. Die beiden Komponisten, außerdem „trumpeter/electronicist” (Mazurek) und “drummer/mbiraist” (Taylor), summieren diese Einzelteile zu einem “übergroßen Ambiente“ (JazzTimes), getrieben von Rhythmen aus Nigeria, Mali, Zimbabwe und Ghana, im freien Flug eines improvisierenden Interplays wie es typisch für die Windy City zwischen Arkestra und AACM ist. Sprich: dieses Duo baut sich einen Berg aus Musik. Aber: “Sobald wir den Berg bestiegen haben, müssen wir damit umgehen, was auf der anderen Seite ist.”
Otto-Gruberhalle
Laurenz Karsten - guitar
Philip Oertel - bass
Tim Sarhan – drums
„Eine Punkband, gefangen in einem Drumcomputer; The Prodigy als Berghain-Resident; Richie Hawtin meets Slipknot.“ So beschreiben Komfortrauschen ihren Live-Techno, der ohne Drumcomputer, Laptops oder vorgefertigte Loops auskommt, dafür menschlich mit Gitarre, Bass und Schlagzeug sowie einer Vielzahl von Pedalen und Effekten gespielt wird. Oder, wie sie es selbst formulieren: „mechanische Rhythmen, Acid-Gitarren und donnernde Bässe mit der Präzision einer deutschen Fabrik, aber dem Hedonismus eines Berliner Kellerclubs.“ Direkt aus der Kantine Berghain, wird dieses cluberprobte Trio alles in seiner schlagkräftigen Macht tun, um Saalfelden zum Tanzen zu bringen – und zum Schwitzen.
Freier Eintritt
Kunsthaus Nexus
Severin Trogbacher- guitar
Philipp Nykrin – keys
Herbert Pirker – drums
Schon 2020 fundamentierte dieses Gürteltier aus Beton seine animalische Trotz-Energie beim Jazzfestival im Nexus. Das Trio um den Gitarristen Severin Trogbacher, auch bekannt als Sideman von Hubert von Goisern, Konstantin Wecker und Conchita Wurst, hat mit Philipp Nykrin am Keyboard und Schlagzeuger Herbert Pirker zwei weitere Schwergewichte der Wiener Szene zu bieten. „Trogbacher bringt eine Energie mit, die zwischen Rockclub und Jazzbühne pendelt – ein Erlebnis für alle, die gern über Genregrenzen hinweg hören“, wie Südtirol Jazzfestival Kurator Max von Pretz meint. „Beton muss aushärten, wir bitten um Verständnis!“, wie es auf einem Baustellenschild hieß, das der Leader gern zitiert.
Freier Eintritt
Ritzensee Saalfelden
Erwan Keravec – bag pipe
Eine schöne Tradition: am Morgen des Festivalsonntags treffen sich seit einigen Jahren nicht nur Schwimmer und Camper vom nahgelegenen Zeltplatz zum Ruderbootkonzert am Ritzensee. Alle andere als still und starr ruht der See, wenn der Musiker seine Dudelsack-Klänge übers Wasser und in die Weite der Bergkulisse schickt.
Freier Eintritt
Kollingwald Saalfelden
Almut Kühne - voice
Lukas Kranzelbinder – bass
Max Andrzejewski - drums
Die Mountain Tracks im Kollingwald sind längst kein Geheimtipp mehr, sondern fixer Bestandteil des Jazzfestivals: eine Naturbühne unter majestätischen Nadelbäumen, die jedes Jahr Raum für besondere musikalische Begegnungen schafft. Heuer lädt die Sängerin Almut Kühne den Bassisten Lukas Kranzelbinder und den Schlagzeuger Max Andrzejewski zu einem Zusammentreffen ein, bei dem noch offen ist, wohin sich die Musik bewegt. Sicher ist nur: Der Wald gibt den Ton an.
Waldkonzert im Kollingwald
Das Konzert findet im Kollingwald Saalfelden (780 m) statt. Der Ausgangspunkt für die leichte Wanderung zum Konzertort ist der Parkplatz Kollingwald. Von Saalfelden Ortszentrum kommend folgen Sie der Kollingwaldstraße vorbei am Nordischen Zentrum bis zur Kreuzung der Straße (links nach Bsuch / rechts nach Breitenbergham). Der Parkplatz befindet sich direkt an dieser Kreuzung. Von dort aus führt ein Weg durch den Wald zum Konzertort, welcher ausgehend vom Parkplatz mit Wegweisern/Bändchen ausgewiesen wird. Die Gehzeit beträgt ca. 5-10 Minuten.
Bei Schlechtwetter findet das Konzert im Museum Schloss Ritzen statt. Die Entscheidung fällt am Vortag bis 17 Uhr.
Freier Eintritt
Stöcklalm Leogang
Tini Trampler - voice, theremin
Stephan Sperlichc – keys, voice, theremin
Lina Neuner - bass
Alexander Lausch - guitar
Tini Trampler & das Playbackdolls Quartett werfen Chanson, Vaudeville, Blues, slawische Folklore, Rumpelrock und Ragtime in einen ziemlich aufregenden Topf. Heraus kommen Songs, die dramatisch, tanzbar, schräg und erstaunlich eingängig sind. Musikalisch spaziert die Band unverschämt durch die Genres und bleibt dabei trotzdem unverkennbar: Klavier, Kontrabass, Theremin und Gitarre treffen auf die einzigartige Stimme von Tini Trampler, die mühelos zwischen strahlender Diva, rauchiger Chansonette und kämpferischer Punklady wechselt. Eine Band wie ein nächtlicher Streifzug durch Hinterzimmer, Tanzboden und Theaterbühne.
Einritt frei!
Kunsthaus Nexus
MMM:
Mathia*s Lenz - conzept and realisation
Maja Osojnik - conzept and realisation
Matija Schellander - conzept and realisation
Gäste:
Aymeric Avice - trumpet
Cuong Vu - trumpet
Leo Riegler – clarinet, turn tables
„WAS___“ stellt die ersten 66 Meter einer grafischen Partitur an den Beginn einer zehn Jahre andauernden interdisziplinären Raum- und Klangreise von MMM (Maja Osojnik, Mathia*s Lenz und Matija Schellander). Das Projekt untersucht, wie sich eine visuelle Partitur als offenes, multimodales System verstehen und in unterschiedliche künstlerische Formate übersetzen lässt. Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem „Original“ und nach möglichen Übertragungen zwischen Bild, Klang, Performance und Raum. Über die nächste Dekade dokumentiert die Partitur Spuren der Zeit polymorph, schreibt sie gleichsam in sich ein, und entwickelt Klang- und Bildstrukturen, die dazu einladen Musik außerhalb des traditionellen Notensystems zu denken. Linoldruck, Cyanotypie, Aceton und andere Drucktechniken – vielgestaltig windet sich die Partitur durch den Raum. Als langer Streifen erinnert sie an ein Tonband und arbeitet auch mit dem selben Medium. Die Tonbänder werden in ihr Design integriert und interpretieren, begleiten fragmentarisch die Teile der grafischen Partitur. Tonbänder, Tonköpfe und Lautsprecher laden das Publikum zur Mitgestaltung ein. In ihrer Mitte lässt sie Raum für installative Klang-Performances, in denen MMM gemeinsam mit der Schlagwerkerin Špela Mastnak das Phänomen Haut – als Sensorium für Berührung und Wahrnehmung akustisch und haptisch erforschen: durch Tasten, Drücken, Kratzen oder Verformen von Materialien wie Papier, Ballons oder Folien. Als Schnittstelle zwischen Innen und Außen eröffnet die Auseinandersetzung mit dem Thema „Haut“ ein vielschichtiges Experimentierfeld, in der die physische Interaktion mit den Klangmaterialien die Grenzen zwischen Aktion und Rezeption verschwimmen lässt und gleichsam eine mikroakustische Landschaft erzeugt.
Freier Eintritt
Otto-Gruberhalle
Sofia Salvo - saxophone
Sebastian Pfeifer - synths
Dan Peter Sundland – BassIV, voice
Valentin Schuster - drums
Der gefühlvolle Powerdrummer Valentin Schuster ist festivalbekannt für Chamberpunkjazz mit Edi Nulz oder Elevator-Punk mit CRUTCHES. Dass der Österreicher in Berlin auch im Prog-Metal-Duo Pero Pero aktiv ist, erklärt die härtere Gangart von Wobble8. Benannt nach einem stressbefreienden Fingerspiel, energetisiert er mit dieser Viererbande mit der argentinischen Baritonsaxophonistin Sofia Salvo, dem deutschen Keyboarder Sebastian Pfeifer und dem singenden Bassisten Dan Peter Sundland aus Norwegen in diesem Jahr die Gruberhalle. Wenn es nach den Titelnamen geht, ist von „Sensory Overload“ bis zum fliegenden Kopfgott in „Zardoz“ alles dabei.
Stadtpark Saalfelden
Lebron Johnson - voice
Odiase Johnson - vocals
Filippo Romano - keys
Andrea Pititto - guitar
Davide Medicina – bass
Alberto pavesi - drums
LeBron Johnson ist ein Funk- und Soul-Sänger mit nigerianischen Wurzeln. Mit seiner warmen, charismatischen und energiegeladenen Stimme verleiht er seiner Musik genau jene Seele und Kraft, die sie nachhaltig wirken lässt. Auf der Bühne gilt er als echtes Ausnahmetalent: Mit seiner magnetischen Ausstrahlung gewinnt er jedes Publikum für sich. 2022 begann er gemeinsam mit dem Gitarristen Andrea Pititto, auch bekannt als Andy Pitt, an seinem Debütalbum ANONYMOUS zu arbeiten, das am 13. Oktober 2023 erschien. Entstanden ist ein eigenständiges Projekt, in dem auch seine außergewöhnliche Band eine zentrale Rolle spielt. Das Album markiert den Beginn einer tief persönlichen künstlerischen Reise, die Soul, Funk und Blues mit traditionellen nigerianischen Rhythmen verbindet.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Marina Džukljev - piano
Christian Weber - bass
Michael Griener - drums
Im Berliner Industriesalon Schöneweide, „einem der größten industriell geprägten Denkmal-Ensembles in Deutschland“, trafen der Schweizer Bassist Christian Weber und der deutsche Drummer Michael Griener, gern gehört mit Aki Takase oder Ellery Eskelin, auf die serbische Pianistin Marina Džukljev. In ihrer Geburtsstadt Novi Sad von einem Schüler und Assistenten Emil Gilels‘ klassisch ausgebildet, widmet sich die 43-jährige basierend auf der „Geschichte des Pianismus“ ausgiebig sowohl Neuer Musik als auch improvisierender Avantgarde. Das Resultat zappelt und knistert, wirkt und scheppert, fließbändelt und klangrauscht so industriemelodisch, dass man fast selbst zu einer futuristisch kraftwerkenden Menschmaschine wird.
Stadtpark Saalfelden
Viktor Wagner – guitar, vocals
Dan DiMarzo – trumpet, vocals
Johanna Pflaum – violin, vocals
Werner Wilz – bass, vocals
Grischa Kursawe – drums, vocals
Mit ihrer explosiven Mischung, die die Band selbst als Global Umpa bezeichnet, reißen Malaka Hostel spielend die unsichtbare Mauer zwischen Band und Publikum nieder – mit klarer Mission: kollektive Tanz-Ekstase! Folkloristisches, egal ob vom Balkan oder aus den Anden, findet seinen Platz - getragen von Malaka Hostels groovenden Beats, während die aus Trompeten und Mundharmonika bestehende Brass Section lossprudelt. Im März 2026 erscheint ihr drittes Studioalbum Brucca Beat – ein Soundtrack für das Verbindende in bewegten Zeiten. Malaka Hostel schlagen darin Brücken zwischen Menschen, Sprachen und musikalischen Welten.
Freier Eintritt
Congress Saalfelden
Jacob Garchik - trombone
Brandon Seabrook - guitar
Mary Halvorson - guitar
Jonathan Goldberger- guitar, baritone guitar
Vinnie Sperrazza - drums
Zehn Jahre nach „Ye Olde“, legte Jacob Garchik, bekannt auch für seine Zusammenarbeit mit Lee Konitz, der Mingus Big Band, dem Kronos Quartet oder Gogol Bordello, im letzten Jahr „Ye Olde 2: At the End of Time” nach. Kurz vor seinem 50. Geburtstag präsentiert der in San Francisco geborene, in New York lebende Posaunist diese angenehm apokalyptische Ensemblemusik, komplex, anstrengend und aufgeregt, wie es sich für eine Endzeitmusik gehört, live beim Jazzfestival in Saalfelden. Dass dabei die hochkarätige Originalbesetzung des Erstlings mit allen drei Übergitarrist*innen zu hören sein wird, nämlich Mary Halvorson, Brandon Seabrook und Jonathan Goldberger, spricht nicht nur für den umtriebigen Leader, sondern natürlich vor allem für seine Kompositionen. „One Can Only Go Up“, wie gleich der Opener heißt.
Congress Saalfelden
Masahiko Satoh - piano thou
Giotis Damianidis - guitar
Tausend auf Klangkompost fallende, wirbelnde, raschelnde Blätter, mal unheimlich ruhig, mal spannend und wild. Der 84-jährige japanische Pianist, der schon in den frühen 1970ern mit Albert Mangelsdorff aufnahm oder psychedelische Musik für einen Anime-Film und später nicht nur für einen Chor von 1000 buddhistischen Mönchen komponierte sondern auch Standards für Helen Merrill oder Nancy Wilson arrangierte, trifft hier auf einen belgisch-griechischen Gitarrenverseltsamer, der mit Punk aufgewachsen ist, jahrelang in der Band von Fela Kutis Gitarrist spielte und Free Jazz feiert. Ihr erstes gemeinsames Konzert im Jazz Spot Candy im japanischen Chiba aus dem vorletzten Jahr trägt den Namen „Thousand Leaves“, was sich ebenso auf das „Manyoshu“, die älteste Sammlung japanischer Poesie als auf eine Metal Band aus Tokio beziehen könnte und irgendwo in deren Schnittmenge schwirrt.
Congress Saalfelden
Chris Speed – tenor saxophone, clarinet
Cuong Vu – Ttumpet
Skúli Sverrisson – bass
Jim Black - drums
“Yeah no” ist kein “Jein”. Es bedeutet eher: “Ich verstehe, was Du sagst, aber ich bin anderer Meinung.” Das passt zu diesem Quartett, das sich seit seiner Gründung im New York des Jahres 1997 um eine authentische und kompromisslose Interpretation des Freiheitsgedankens im Jazz kümmert. Unter Leitung des Saxophonisten und Klarinettisten Chris Speed torpedieren Drummer Jim Black, Trompeter Cuong Vu und Bassist Skúli Sverrisson Erwartungen, springen selbstbewusst zwischen Jazz und Rock, Folk-Traditionen und Minimalismus hin und her, mal dronend wie im Trauermarsch für den Latin-Pianisten “Eddie Cano”, mal drohend wie beim folky “Camper Giorno”, oft drollig (und out) wie beim Melodie-Massaker “He Has A Pair Of Dice”.
Kunsthaus Nexus
Lukas Kranzelbinder - bass
Sofia Salvo - sax
Johannes Schleiermacher - sax
Cuong Vu - trumpet
Jonathan Goldberger - guitar
Sun-Mi Hong - drums
Niki Dolp - drums
„Spiritual Unity“ – so nennt sich das mittlerweile schon legendäre Abschlusskonzert, das Lukas Kranzelbinder, Bassist und Mastermind hinter Shake Stew, seit 2019 am Sonntagabend des Festivals leitet. Was auf der Bühne passiert, bleibt bis zuletzt offen: das entsteht spontan aus dem großen Kreis der Festivalmusiker:innen. Doch eines ist gewiss: Dieses Konzert steht für das, was Jazz in Saalfelden ausmacht – für Offenheit, Begegnung, Vielfalt und Tiefe. Ein spiritueller Ausklang, der jedes Jahr neu überrascht – und dabei die Kraft kollektiver Improvisation feiert.
Freier Eintritt
Lukas Kranzelbinder
Seit vielen Jahren wandert der österreichische Bassist und Komponist Lukas Kranzelbinder (Shake Stew, Mario Rom's Interzone) gemeinsam mit dem Publikum auf verschiedene Gipfel und Höhenwege, um nach einem in alle Richtungen offenen Klang zu suchen und dem Berg als Ort der Tradition eine neue musikalische Facette zu verschaffen. Für den ersten Festivaltag hat er eine internationale All-Star-Gruppe als musikalische Bergführer zusammengestellt, die den ZuhörerInnen ein Klangerlebnis in einzigartiger Kulisse ermöglichen. Die ersten Höhenmeter werden mit der Steinbergbahn überwunden, danach geht es über den kleinen und großen Asitz zum Naturkino. Dort wartet auf die Teilnehmer ein Jazzkonzert und eine gute Jause.
Chicago Underground Duo
Nach elf Jahren wieder aufgetaucht: das Chicago Underground Duo von Rob Mazurek und Chad Taylor mit seinem achten Album „Hyperglyph“ bei International Anthem. Die beiden Komponisten, außerdem „trumpeter/electronicist” (Mazurek) und “drummer/mbiraist” (Taylor), summieren diese Einzelteile zu einem “übergroßen Ambiente“ (JazzTimes), getrieben von Rhythmen aus Nigeria, Mali, Zimbabwe und Ghana, im freien Flug eines improvisierenden Interplays wie es typisch für die Windy City zwischen Arkestra und AACM ist. Sprich: dieses Duo baut sich einen Berg aus Musik. Aber: “Sobald wir den Berg bestiegen haben, müssen wir damit umgehen, was auf der anderen Seite ist.”
Darius Jones & Otomo Yoshihide Quintet
Die Distanz von 11.000 Kilometer und 20 Jahren überspielen Altsaxophonist Darius Jones aus Norfolk/Brooklyn und Gitarrist Otomo Yoshihide aus Yokohama/Fukushima bei dieser Premiere. Der Man’ish e’Boi, der seine Musik als “Konfrontation gegen Apathie und Ego” sieht, bringt dafür seinen langjährigen Drummer Gerald Cleaver mit, der noise-affine “Politiker musikalischer Machtlosigkeit” seinen einstigen “Ground Zero”-Bandkollegen, Jazzdrummer Yasuhiro Yoshigaki. Bassist Nick Dunston rundet dieses Quintett ab, das von der Superpower Überraschung lebt, in Sun Ras Sinne, wo “nur das Unmögliche geschieht”.
YEAH NO
“Yeah no” ist kein “Jein”. Es bedeutet eher: “Ich verstehe, was Du sagst, aber ich bin anderer Meinung.” Das passt zu diesem Quartett, das sich seit seiner Gründung im New York des Jahres 1997 um eine authentische und kompromisslose Interpretation des Freiheitsgedankens im Jazz kümmert. Unter Leitung des Saxophonisten und Klarinettisten Chris Speed torpedieren Drummer Jim Black, Trompeter Cuong Vu und Bassist Skúli Sverrisson Erwartungen, springen selbstbewusst zwischen Jazz und Rock, Folk-Traditionen und Minimalismus hin und her, mal dronend wie im Trauermarsch für den Latin-Pianisten “Eddie Cano”, mal drohend wie beim folky “Camper Giorno”, oft drollig (und out) wie beim Melodie-Massaker “He Has A Pair Of Dice”.
Yvonne Moriel „Strange Motion“
“Strange” kann fremd und seltsam bedeuten, “Motion” buchstäblich Bewegung. „Strange Motion“ heißt passend das Eröffnungsprojekt auf der Main Stage beim Jazzfestival Saalfelden 2026, das die Saxophonistin und Komponistin Yvonne Moriel mit einer neuen, eigens für diese Kommission zusammengestellten Band bespielt, mit Pianist Antonis Anissegos, Miriam Adefris an der Harfe, Manu Mayr an E- und Kontrabass und mit den beiden Drummern Max Andrzejewski und Toma Gouband. Die fremde und/oder seltsame Bewegung im Namen erkennt die gebürtige Tirolerin aus Wien als Zustand, allerdings als einen, der durch improvisatorische Prozesse und spielerische Transformation Spannung erzeugt. „Jede*r der Künstler*innen hat einen sehr speziellen Zugang zu Klang und einen sehr starken Charakter in der Arbeit damit“, sagt die Trägerin des Österreichischen Jazzpreises, die im Verlauf der letzten Jahre immer wieder auch mit eigenen Projekten in Saalfelden begeistert hat. „Es wird viel Platz dafür geben, in die Tiefe der klanglichen Möglichkeiten der einzelnen Instrumente und ihrer Spieler*innen zu gehen. Auskomponierte Passagen aber auch viel freie Improvisation – im Mittelpunkt steht die Einheit, das Zusammenfinden höchst individueller Klangkünstler*innen.“
Das Jazzfestival Saalfelden verteilt sich auf 13 Bühnen in Saalfelden und Leogang.
Hauptbühnen: Mainstage im Congress Saalfelden, Otto-Gruberhalle und Short Cuts im Kunsthaus Nexus.
City Tracks: Stadtpark, Nexus+ und Museum Schloss Ritzen.
Mountain Tracks: Kollingwald, Ritzensee, Einsiedelei, Stöcklalm und AlteSchmiede.
Musikalische Wanderungen: Naturkino Asitz und Steinalm. Diese Veranstaltungen sind wetterabhängig und haben eine begrenzte Teilnehmerzahl. Aktuelle Hinweise zu Durchführung, Treffpunkt und einem möglichen Ersatzort veröffentlicht der Veranstalter.
Mainstage, Short Cuts, Stadtpark, Nexus+ und Otto-Gruberhalle sind barrierefrei zugänglich. Bei den Spielstätten in der Natur unterscheiden sich Weglänge und Beschaffenheit. Bitte prüfen Sie die Hinweise zum jeweiligen Programmpunkt.
Während des Festivals können ausgewählte Regionalbusse und die Stadtbuslinien 60, 61 und 62 auf den angegebenen Strecken kostenlos genutzt werden. Zusätzlich sind an den Festivalabenden Heimbringerfahrten ab dem Kunsthaus Nexus vorgesehen. Die jeweils aktuellen Abfahrtszeiten und Fahrpläne finden Sie auf der offiziellen Festivalwebsite.
Jazzfestival Saalfelden
Saalfelden am Steinernen Meer, Österreich



